Mann (34) stirbt nach Einsatz der Münchner Polizei – das ist bis jetzt bekannt

Update, 13.07 Uhr: Im Rahmen der Pressekonferenz der Münchner Polizei sind weitere Details zu dem Geschehen am Sonntagnachmittag bekannt geworden, die genauen Umstände des Todes des 34-Jährigen liegen noch im Dunkeln.
Obduktion des Leichnams vermutlich noch am Montag
Wie in solchen Fällen üblich, ermittelt eine neutrale Dienststelle. Diesmal ist es das Bayerische Landeskriminalamt. Der polizeibekannte Mann sei unter laufender Reanimation des Notarztes in ein Krankenhaus gebracht worden und später verstorben. Noch am heutigen Montag solle der Leichnam obduziert werden.
Die beteiligten Polizeibeamten seien nicht suspendiert worden, sie hätten einen Schock erlitten und seien in psychologischer Behandlung.
34-Jähriger kollabiert während der Festnahme
Zum Geschehen vor Ort teilte die Polizei mit, dass man nicht wisse, was genau der Mann auf der Straße gerufen hätte. Der 34-Jährige habe den Beifahrer des herannahenden Autos mit der Faust in Gesicht geschlagen und verletzt. Der Mann am Steuer habe wohl im ersten Schreckmoment Gas gegeben. Er sei dann wieder zurückgekommen.
Es seien mehrere Streifen ausgerückt, der Mann habe sich "massiv gewehrt", sei "gefesselt" worden und sei "während der Festnahme plötzlich kollabiert".
Hasenbergl: Mann (34) läuft laut schreiend über die Straße
Ursprungsmeldung, 3. August, 12.10 Uhr: Nach einem Einsatz der Münchner Polizei im Hasenbergl ist in der Nacht ein 34-jähriger Mann ums Leben gekommen. Was bisher zu dem Fall bekannt ist.
Nach Angaben der Polizei waren am Sonntag (2. August) gegen 15.15 Uhr mehrere Notrufe bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München eingegangen: Eine Person halte sich im Bereich der Ittlingerstraße/Weitlstraße und bewege sich "laut schreiend auf der Fahrbahn".
Beim Eintreffen der ersten Polizeistreife sei die Person – wie sich später herausstellte, handelte es sich um einen 34-Jährigen mit bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München – auf einen heranfahrenden Pkw zugelaufen und habe sich an dessen Front festgehalten.
34-Jähriger leistet "erheblichen Widerstand" und wird bewusstlos
"Nachdem das Fahrzeug zum Stillstand gekommen war, griff die Person einen Fahrzeuginsassen an und schlug diesem mit der Faust ins Gesicht", heißt es im Polizeibericht: "Im Rahmen der anschließenden polizeilichen Maßnahmen leistete die Person erheblichen Widerstand."
Dabei wurden laut Polizei zwei Beamte verletzt, der Mann "konnte schließlich mit Unterstützung unbeteiligter Passanten festgenommen werden".
Polizeibeamte reanimieren 34-Jährigen – der Mann stirbt im Krankenhaus
"Während der Festnahme" habe der 34-Jährige das Bewusstsein verloren und sei "reanimationspflichtig" geworden. Weitere Details zu den Todesumständen sind bisher nicht bekannt.
"Die eingesetzten Polizeibeamten leiteten umgehend Reanimationsmaßnahmen ein, die bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und eines Notarztes fortgeführt wurden", so die Polizei. Der Mann sei anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er gegen Mitternacht verstarb.
Ermittlungen zum Verhalten der Polizeibeamten vor Ort
Das Bayerische Landeskriminalamt ermittelt unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München I zu dem Fall respektive zum Verhalten der Polizeivollzugsbeamten vor Ort. "Zum aktuellen Zeitpunkt können wir keine weiteren Auskünfte zum Sachverhalt geben", heißt es bei der Polizei.