Machbarkeitsstudie für neuen Tunnel in Pasing

In einem Antrag an den Stadtrat fordert die CSU-Fraktion, eine Machbarkeitsstudie bezüglich eines Tunnels vom Planungsgebiet an der Paul-Gerhard-Allee nach Süden hin auf die Landsberger Straße zu entwickeln.
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Die CSU-Fraktion fordert eine Machbarkeitsstudie über ein mögliches Tunnel im Münchner Westen.
dpa/AZ Die CSU-Fraktion fordert eine Machbarkeitsstudie über ein mögliches Tunnel im Münchner Westen.

Pasing -  Ausgangspunkt ist das rund 35 Hektar große Planungsgebiet an der Paul-Gerhard-Allee, eines der derzeit größten Bauvorhaben der Stadt. Dabei soll das bestehende Gewerbegebiet in ein Wohnquartier umgewandelt werden. Die Pläne beinhalten unter anderem rund 2400 Wohnungen und eine fünfzügige Grundschule, sowie Grünflächen, Sportanlagen, Kitas und Geschäfte.

Die CSU sieht hier Schwierigkeiten in der Erschließung, weil das Areal durch die Gleisanlagen begrenzt ist. In der Machbarkeitsstudie soll auch die geplante U5 bis Pasing berücksichtigt werden. In einem weiteren Antrag fordert die CSU, ein Konzept für den Baustellenverkehr zu entwickeln.

Dieses soll so gestaltet sein, dass der Baustellenverkehr möglichst aus den bestehenden Wohngebieten ferngehalten wird. Möglich ist eine provisorische Anbindung an die Landsberger Straße.

Der Antrag im Worlaut:

Machbarkeitsstudie Tunnel Paul-Gerhardt-Allee

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, eine Machbarkeitsstudie bezüglich eines Tunnels, der den MIV des Neubaugebietes des Bebauungsplans 2058 (Paul-Gerhardt-Allee) nach Süden hin auf die Landsberger Straße anbindet, zu entwickeln. Dabei sind sowohl die geplante U 5 nach Pasing, als auch die weiteren Bauwerke im Zuge der Entwicklung dieses Wohngebietes zu berücksichtigen. Ferner ist darauf zu achten, dass der durch den Tunnel erzeugte Verkehr rein zur Erschließung des neuen Wohngebietes dient. Durchgangsverkehre, die die vorhandene und zukünftige Wohnbevölkerung belasten, sind auszuschließen. Die Machbarkeitsstudie soll sowohl die technische Machbarkeit, als auch die Kosten darstellen.

Begründung:

Der Bebauungsplan 2058a ist eines der größten Bauvorhaben in München. Aufgrund seiner durch Gleisanlagen begrenzten Lage ist die Erschließung dieses Areals sehr schwierig. Während für den ÖPNV (U 5 nach Pasing, S-Bahn-Halt Berduxstraße) gute Lösungsansätze vorliegen, ist die Frage des MIV bislang ungelöst. Dies würde bedeuten, dass bei Fertigstellung des Baugebietes die Belastungen der umliegenden Wohngebiete durch den MIV ungefähr dem Stand von 2008, als das Gebiet durch hohe Gewerbenutzung geprägt war, entsprechen würde.

Die zum heutigen Zeitpunkt erreichten Verbesserungen für die angestammte Wohnbevölkerung wären somit hinfällig. Ein Anschluss des Wohngebietes mittels eines Tunnels auf die Landsberger Straße würde hier als wichtiges Ventil dienen und den MIV, wie auch Lieferverkehre aus den Wohngebieten fernhalten. Transitverkehre durch bestehende Wohngebiete würden somit vermieden. Ebenso wäre die neue Wohnbevölkerung schneller und problemloser an das Hauptstraßennetz (Landsberger Straße) angebunden.

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