Lebt der Isar-Biber noch?

Naturschützer fürchten der Nager könnte bei Rodungsarbeiten auf der Museumsinsel umgekommen sein.
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Bagger und Muldenkipper haben auf der Museumsinsel ganze Arbeit geleistet.
Bund Naturschutz Bagger und Muldenkipper haben auf der Museumsinsel ganze Arbeit geleistet.

Isarvorstadt - Münchens Umweltschützer sind zutiefst erschüttert: Ohne Not sei die weit über München hinaus bekannte Museumsinsel an der „Kleinen Isar“ innerhalb weniger Tage nahezu komplett gerodet worden. Der berühmteste Biber der Stadt sei nun heimatlos – wenn er die Fällarbeiten überhaupt überlebt hat.

„Die vollständige Zerstörung des Lebensraumes an der ,Kleinen Isar’ ist durch nichts zu rechtfertigen. Sämtliche beteiligten und verantwortlichen Behörden haben hier kollektiv versagt“, wirft Christian Hierneis, Vorsitzender des Bund Naturschutz (BN) in München, der Stadt vor. Die möglicherweise als Pflege gedachten Arbeiten seien völlig außer Kontrolle geraten. „Es ist nicht einmal ausgeschlossen, dass im Zuge der Bauarbeiten Biber getötet wurden. Schlimmer hätte es nicht kommen können.“
BN-Fotos dokumentierten eindeutig, dass die Insel aktuell vom – streng geschützten – Biber besiedelt ist. „Vielleicht muss es aber heißen: besiedelt war“, befürchtet BN-Vize Martin Hänsel.

Denn im Zuge der Rodungen sei der Lebensraum des Nagetiers fast komplett zerstört worden. „Lediglich ein kümmerlicher Rest der Weidengebüsche im nördlichen Teil der Museumsinsel blieb stehen.“ Durch Kettenbagger und Muldenkipper seien zudem sämtliche Ausweichburgen und unterirdischen Gänge zerstört worden.

Der Bund Naturschutz prüft nun, ob er gegebenenfalls rechtliche Schritte gegen die verantwortlichen Behörden einleitet.

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