Kunstkrimi: Neue Sphingen für den Münchner Nordfriedhof

Die alten Figuren sind verschwunden - jetzt sollen sie nach dem Willen der CSU nachgebaut werden. Die Originale bleiben wohl für immer verschollen.
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Ein Bild des Eingangsportals des Münchner Nordfriedhofs. Die Sphingen sind darauf noch zu erkennen. Nur leider sehr klein.
Foto: Stadtarchiv Ein Bild des Eingangsportals des Münchner Nordfriedhofs. Die Sphingen sind darauf noch zu erkennen. Nur leider sehr klein.

Die alten Figuren vom Münchner Nordfriedhof sind verschwunden - jetzt sollen sie nach dem Willen der CSU nachgebaut werden. Die Originale bleiben wohl für immer verschollen.

München - Der Kunstkrimi um die zwei Sphingen vom Münchner Nordfriedhof konnte bisher nicht aufgeklärt werden. Wie die AZ berichtete, sind Statuen mit Hahnenkopf und Löwenkörper, die bis in die 50er- und 60er- Jahre den Empfang des Nordfriedhofs zierten, verloren gegangen. Auf der linken Statue war "Sehet zu", auf der rechten "Wachet und betet" zu lesen.

Ein Bild des Eingangsportals des Münchner Nordfriedhofs. Die Sphingen sind darauf noch zu erkennen. Nur leider sehr klein.
Ein Bild des Eingangsportals des Münchner Nordfriedhofs. Die Sphingen sind darauf noch zu erkennen. Nur leider sehr klein. © Foto: Stadtarchiv

Eine Spur führte zu einem verstorbenen Kunstsammler nach Landshut, verlief jedoch im Sande. Zurück auf ihren angestammten Platz sollen die beiden Statuen trotzdem – pünktlich zur 200-Jahr-Feier der Friedhofsverwaltung 2019.

Sphingen sind durch Novelle "Tod in Venedig" bekannt

Zwar nicht die Originale – die sind wohl für immer verschollen. Dafür aber Repliken. Die Statuen sollen mit vorhandenem Bildmaterial nachgebaut werden. Dafür macht sich jetzt die CSU stark. Die Arbeiten sollen laut Stadtratsantrag in Zusammenarbeit mit der Steinmetzinnung und Bildhauern laufen. Und: Sie sollen auf einer öffentlich zugänglichen Fläche vor dem Friedhof geschehen, um Bevölkerung und Passanten an der Entstehung der Steinmetz- und Bildhauerwerke teilhaben lassen.

Sphingen sind vor allem durch Thomas Manns Novelle "Tod in Venedig" bekannt. In dem Roman werden die Statuen als "apokalyptische Fabelwesen" beschrieben, die seinen Protagonisten Gustav von Aschenbach ängstigen.    

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