Kreatives Chaos in der Stadt: Zu Besuch bei dem Maler Hartmut van Riesen

In der Falkenstraße hat der Maler Hartmut van Riesen (80) sein Atelier – AZ-Stadtspaziergänger Sigi Müller hat den Kreativen besucht.
| Sigi Müller
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Das Grau dominiert eine verschlungene Welt von Dunkelheit und Licht.
Sigi Müller 5 Das Grau dominiert eine verschlungene Welt von Dunkelheit und Licht.
Hier einige Bilder des Malers.
Sigi Müller 5 Hier einige Bilder des Malers.
Pinsel in allen Größen und Breiten liegen bereit.
Sigi Müller 5 Pinsel in allen Größen und Breiten liegen bereit.
Sigi Müller 5
Nahaufnahme: Der Maler Hartmut van Riesen
Sigi Müller 5 Nahaufnahme: Der Maler Hartmut van Riesen

Au - Seine Bilder aus den Jahren 2012 bis 2016 hat der Münchner Maler Hartmut van Riesen in ein Buch mit dem Namen „homo ludens“ gefasst. Der Autor Michael Tempel schreibt dazu:

„Die Bilder Hartmut van Riesens aus den Jahren 2012 bis Anfang 2016 öffnen den Blick in eine Welt, die geprägt ist von harten Ecken und Kanten, von metallisch anmutenden gewundenen Bändern und rotierenden Scheiben – Formen, die sich begegnen, überlagern, sich festhalten und wieder lösen. Der Künstler spricht von gegenständlicher Abstraktion oder von abstrakter Gegenständlichkeit. Sparsam und willkürlich, fast sprunghaft setzt er Farbakzente, Schattierungen von Grau dominieren eine verschlungene Welt von Dunkelheit und Licht.“

Ateliers sind selten geworden in der Stadt

Ich treffe mich mit van Riesen in seinem Atelier in der Falkenstraße. Ein großer Raum, lichtdurchflutet von einer Reihe Fenstern. Überall stehen und hängen Bilder, dazwischen Farbflaschen und Tuben, Pinsel. Ein kreatives Chaos.

Es ist genau so, wie man sich als Laie so ein Künstleratelier vorstellt. Fast schon ein wenig aus der Zeit gefallen. Und sehr, sehr selten geworden in einer Stadt, in der schon Wohnraum so teuer geworden ist – von Ateliers ganz zu schweigen.

Dazwischen an einer Staffelei der Maler. Eine kurze Begrüßung und schon sind wir im Gespräch. Hartmut van Riesen, 1936 in Ostpreußen geboren, studierte zunächst in Hamburg, von 1960 an dann an der Akademie für bildende Künste in München. Seitdem arbeitet und lebt er in der Stadt.

Die 80 Jahre sieht man ihm nicht an. Lebendig weiß er zu erzählen, dass er früher ein scheuer, introvertierter Mensch war, der nur über seine Bilder nach außen ging.

Inspiration holt sich der Maler beim Spazierengehen

Irgendwann – auch sein Umzug in das offene München und die Berührung mit dem Süden, trugen, wie er sagt, dazu bei – ist er auch ein Spaziergänger geworden. Er führt viele Gespräche. Wenn er mit seinem Hund an der Isar entlangstreift, holt er sich Eindrücke für seine Kunst.

Angefangen mit der Malerei hat er schon als Kind. Er malte seine Umwelt, seine Umgebung – und ihm war immer klar, dass er Maler wird. Unzählige Ausstellungen mit seinen Werken gab es und es wird weitere geben. Einen aktuellen Termin gibt es noch nicht.

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Je älter er wird, desto produktiver ist er. Ein weites Feld will noch bearbeitet werden. Die Freiheit einer weißen Leinwand und die damit verbundene Angst vor dem ersten Schritt wird aber bleiben. Hartmut van Riesen ist ein Optimist, einer, der sich auf das Morgen und das Übermorgen freut. Sein Optimismus hält ihn jung, gesund und voller Tatendrang.

In diesem Sinne eine schöne Woche,

Ihr Sigi Müller

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