Konzert: Hymne an die Namen

Die Initiative Stolpersteine für München e.V. lädt zu einem Konzert im Jüdischen  Museum, das an deportierte Münchner erinnert. 
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Der Stolperstein für die Münchnerin Sofie Gutmann wurde auf privatem Grund verlegt.
ho Der Stolperstein für die Münchnerin Sofie Gutmann wurde auf privatem Grund verlegt.

Die Initiative Stolpersteine für München e.V. lädt zu einem Konzert im Jüdischen  Museum, das an deportierte Münchner erinnert.

Altstadt - In 1100 Städten in Deutschland und weiteren 16 europäischen Ländern liegen inzwischen mehr als 44 000 Stolpersteine. Nur nicht in München. 2014 jährt sich der Stadtratsbeschluss eines Verlegungsverbotes zum 10. Mal. Doch im März wird im Rahmen der anstehenden Kommunalwahlen ein neuer Stadtrat gewählt. Die Initiative Stolpersteine für München e.V. hat die Hoffnung, dass seine Mitglieder die Verlegung von Stolpersteinen endlich auch in der Landeshauptstadt ermöglichen werden.

Florian Roth, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat, hat kürzlich ein Hearing zu diesem Thema beantragt. Zu Beginn des Wahlkampf-Jahres lädt die Initiative Stolpersteine für München e.V. zu einem Informationsabend ins Jüdischen Museum ein. Dabei soll in besonderer Form an die Münchner Opfer der Shoah erinnert werden – mit einer HYMNE AN DIE NAMEN, dargeboten von der Berliner Mezzosopranistin Kim Seligsohn.

Die Idee zu dem Projekt HYMNE AN DIE NAMEN entstand im September 2008. Damals sang Kim Seligsohn erstmals anlässlich der Verlegung eines Stolpersteines für ihre 1943 in Auschwitz ermordete Großmutter Marianne Peukert, einer geborenen Seligsohn. Aus dieser Erfahrung heraus erwuchs der Wunsch, auch anderer Opfer des Holocaust zu gedenken und durch die Vertonung ihrer Namen dem Unfassbaren einen Klang zu geben.

Auf Einladung der Initiative Stolpersteine für München e.V. hat die Künstlerin die Namen von 50 ermordeten Münchner Bürgerinnen und Bürgern – darunter Juden, bekennende Christen und Bibelforscher, Widerstandskämpfer, Sozialdemokraten und Kommunisten sowie Homosexuelle und Euthanasie-Opfer – vertont, für die private Spender Stolpersteine haben anfertigen lassen. Einige dieser Gedenksteine sind bereits auf privatem Grund verlegt worden. Die meisten jedoch können erst dann an ihren Bestimmungsort vor die letzte freiwillig gewählte Wohnung der Ermordeten gelangen, wenn ihre Verlegung auch auf öffentlichem Grund erlaubt sein wird.

Was: Informationsabend mit Konzert

Wann: Montag, 20. Januar um 19.00 Uhr

Wo: Jüdisches Museum München am Sankt-Jakobs-Platz 16

 

 

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