Klo-Baustelle Ostpark: Zu wenig öffentliche WCs?

Die Stadt vergrößert derzeit eine winterfeste Toilettenanlage im Ostpark. Reichen die öffentlichen Klos vor Ort wirklich aus? Der Streit.
| Lea Kramer
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Die Anlage neben dem Michaeligarten...
Gregor Feindt 3 Die Anlage neben dem Michaeligarten...
... wird aktuell vergrößert. Zudem können die Besucher dort neben dem Biergarten...
Gregor Feindt 3 ... wird aktuell vergrößert. Zudem können die Besucher dort neben dem Biergarten...
... auch in den Wintermonaten aufs Klo gehen. Reagiert die Stadt damit ausreichend auf den Wunsch nach öffentlichen WCs?
Gregor Feindt 3 ... auch in den Wintermonaten aufs Klo gehen. Reagiert die Stadt damit ausreichend auf den Wunsch nach öffentlichen WCs?

Ramersdorf-Perlach - Als „grünes Wohnzimmer“ beschreibt Erwin Bohlig, CSU-Mitglied im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach, den Stellenwert des Ostparks für die angrenzenden Stadtbezirke. Ihm sind die 21 Toiletten, die neben dem Biergarten am Nordrand des 56 Hektar großen Parks errichtet werden, zu wenig: Am Michaeligarten baut das Baureferat gerade eine neue, größere Toilettenanlage, die zudem winterfest ist.

Doch damit ist das Klo-Problem im Ost-Park längst nicht gelöst, sagt Bohling. "Im Ostpark gibt es insgesamt zu wenig Klos", so der CSU-Politiker. Seit etwa zehn Jahren hätten Stadtteilpolitiker das zu ändern versucht, die Stadt habe nicht reagiert.

Vor allem am Theatron sieht der Politiker Nachholbedarf.

Denn die dortigen zwei Dixi-Klos ohne Waschbecken empfindet Bohlig als Zumutung. Gerade bei Veranstaltungen wie den Kulturdulten, Musikfestivals und Theateraufführungen, wenn eine Bewirtung auf der Freilichtbühne stattfinden soll, sei die Toilettenversorgung dort dürftig. „Da im Bereich des Theatrons keine Kanalisation vorhanden ist, kann dort ein Toilettenwagen nur in Verbindung mit einem Abwassercontainer verwendet werden,“ sagt er. Das ist teuer: „Eine derartige Maßnahme kostet nach eigener Erfahrung etwa 2500 Euro pro Tag,“ sagt Bohlig.

Bereits 2012 hatte das Baureferat einem Stadtratsantrag zur Aufstellung einer festen Toilette am Theatron eine Absage erteilt. Die Argumentation: „Der nachträgliche Einbau fester Toiletten und der dazugehörigen Wasser-, Kanal- und Stromzuführungen ist in absehbarer Zeit finanziell nicht leistbar“, hieß es aus der Abteilung Gartenbau.

Für Erwin Bohlig hat die Stadt mit den neuen Toiletten am Biergarten an der falschen Stelle Geld ausgegeben. Er beharrt auf seiner Forderung nach weiterer Toiletten und dem Anschluss an den Wasserkanal. 

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