"Keine Trümmerfrauen in München: ein Trugschluss"

CSU-Stadtrat Babor, Initiator des Gedenksteins für die Trümmerfrauen, kritisiert die Aktion der Grünen-Politiker als "böswillige Untat der Verhüllung".  
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Vor dem Denkmal liegt ein Kranz.
Petra Schramek 2 Vor dem Denkmal liegt ein Kranz.
Die Aktion der Grünen, hier mit Katharina Schulze und Sepp Dürr vor dem Denkmal.
privat 2 Die Aktion der Grünen, hier mit Katharina Schulze und Sepp Dürr vor dem Denkmal.

CSU-Stadtrat Babor, Initiator des Gedenksteins für die Trümmerfrauen, kritisiert die Aktion der Grünen-Politiker als "böswillige Untat der Verhüllung".

Altstadt - In der Debatte über die umstrittene Protest-Aktion der Grünen-Politiker Katharina Schulze und Sepp Dürr am Trümmerfrauen-Denkmal am Marstallplatz hat sich jetzt CSU-Stadtrat und Vorsitzender der Senioren-Union Reinhold Babor zu Wort gemeldet.

Babor ist Initiator des Vereins "Dank und Gedenken der Aufbaugeneration, insbesondere der Trümmerfrauen". Entsprechend scharf kritisiert er die Verhüllungsaktion der beiden Grünen-Politiker.

Babor teilt mit: "Es mag richtig sein, dass im Stadtarchiv 100 bis 200 Frauen registriert sind, die zu Aufräumarbeiten verpflichtet wurden." Der Schluss aber, dass es in München keine Trümmerfrauen gegeben habe, sei falsch.

"In München gab es Zehntausende von Frauen, die auf sich gestellt unter schwierigsten Bedingungen in den Trümmer das Leben ermöglichten und ihre Kinder versorgten und schwerste körperliche Arbeit verrichteten. Die Männer sind im Krieg gefallen oder in Gefangenschaft geraten", so Babor.

Er wettert: "Gerade die vielen Zuschriften und Kommentare auf Grund der böswilligen Untat der Verhüllung des bescheidenen Gedenksteins für die Trümmerfrauen und Aufbaugeneration durch zwei Grünen-Abgeordneten beschreiben authentisch die damalige Situation, abgesehen von beleidigenden und bedrohenden Äußerungen."

Lesen Sie hier: Makler stellt Strafanzeige gegen Grünen-Politikerin


Weiter teilt Babor stellvertretend für den Verein mit:
"Auch die Vereinsvorsitzende Frau Margot Günther berichtet, wie ihre Mutter vor den Trümmern stand und anpackte. Als junges Mädel hat sie beobachtet, wie die Trümmer in ihrer Straße mit einfachsten Mitteln zum Schuttberg gebracht  wurden."
Die "vielen Zuschriften" würden zeigen, "dass der Begriff 'Trümmerfrauen' nicht  eingeengt nur auf Frauen bezogen werden kann, die Steine geklopft haben. Vielmehr ging es darum, in den Trümmern Leben weiter zu ermöglichen".

Sein Fazit: "Keine Trümmerfrauen in München ist daher ein Trugschluss."
 
Daher sei die Inschrift auf dem Gedenkstein richtig: "Den Trümmerfrauen und der Aufbaugeneration Dank und Anerkennung München ab 1945
Im Wissen um die Verantwortung."
 

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