Käufer ertappen mutmaßlichen Fahrraddieb bei Übergabe
Für viele Münchnerinnen und Münchner ist das Portal "Kleinanzeigen" ein Segen. Alles, was nicht mehr gebraucht wird, kann man hier inserieren und für ein paar Euro mehr oder weniger einem anderen weiterverkaufen. Auch gebrauchte Fahrräder werden hier massenhaft gehandelt.
Doch ein Paar (er 31, sie 30 Jahre alt), das sich für ein besonders schönes gebrauchtes Modell interessierte, sah sich am Ende gezwungen, die Polizei zu rufen. Zunächst begann alles harmlos. Mit dem Inserenten hatte man sich auf einen Treffpunkt sowie Zeitpunkt geeinigt. Dann verlief alles anders als geplant.
Der Verkäufer behauptete, den Schlüssel verloren zu haben
Montag 19.30 Uhr war ausgemacht. Getroffen wurde sich in Schwabing. Aber als sie ankamen, trauten sie ihren Augen nicht so ganz. Der Verkäufer, ein 35-Jähriger, wollte gerade das Radl-Schloss gewaltsam knacken – und zwar von dem Fahrrad, das er verkaufen wollte. Der 35-Jährige fühlte sich offenbar ertappt. Schnell stellte sich die Frage: War das überhaupt seins?
Das Paar stellte den Mann zur Rede. Der druckste herum. Er konnte nicht so recht erklären, was er da gerade trieb und behauptete, den Schlüssel verloren zu haben. Das Paar rief die Polizei. Ihr Eindruck war, dass der Mann ein beliebiges Rad fotografiert und im Netz angeboten hatte.
Paar hatte das richtige Gefühl
Und so war es offenbar auch. Als die Beamten ankamen, versuchte der 35-Jährige halbherzig zu fliehen. Doch das gelang ihm nicht. Die Polizei kontrollierte den 35-Jährigen. Er war bereits polizeibekannt wegen ähnlicher Diebstahl-Delikte. Die Beamten nahmen ihn vorübergehend fest.
- Themen:
- Polizei
- Schwabing-Freimann

