In Fußgänger gerast - Polizei fasst Unfallfahrer von Ramersdorf

Nach knapp einer Woche Fahndung hat die Polizei den Mann ausfindig gemacht und festgenommen, der mit vier Kindern seiner Ex im Auto in eine Fußgängergruppe fuhr.
| az/sx
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Die Polizei hat den Gesuchten bei einer seiner Bekannten ausfindig gemacht.
imago Die Polizei hat den Gesuchten bei einer seiner Bekannten ausfindig gemacht.

Nach knapp einer Woche Fahndung hat die Polizei den Mann ausfindig gemacht und festgenommen, der mit den vier Kindern seiner Ex-Freundin im Auto in eine Fußgängergruppe fuhr.

Ramersdorf - Die Polizei fahndete intensiv nach dem Mann. Am Montag konnte der 29-Jährige nun in der Wohnung einer Bekannten ausfindig gemacht und festgenommen worden, das berichtet die Polizei.

Der Unfallfahrer war am Mittwoch mit dem Opel Corsa seiner Ex-Freundin in der Kölblstraße in Ramersdorf zunächst gegen einen Alleebaum gefahren und dann gegen zwei Fußgänger geprallt. Sie wurden bei der Kollision schwer verletzt (AZ berichtete).

Vermutlich aus Eifersucht drehte der Mann durch

In dem Unfallwagen saßen auch die Kinder seiner Ex (14 Monate bis fünf Jahre alt) - allerdings nicht ganz freiwillig. Der 29-Jährige hatte sich zuvor mit seiner 26 Jahre alten Ex-Freundin in deren Wohnung gestritten, die Situation artete zum Drama aus. Nach AZ-Informationen war die Frau betrunken. Der Mann ist in der Vergangenheit wegen Drogenproblemen in Behandlung gewesen. Bei dem Streit rastete der Mann aus und schlug laut Polizei nach der jungen Mutter. Schließlich wusste sich die Frau offenbar keinen anderen Rat, als die Wohnung zu verlassen. Sie flüchtete zu einer Nachbarin – was der Ex-Freund aber offenbar nicht mitbekam.

Vermutlich getrieben aus rasender Eifersucht schnappte sich der 29-Jährige den Autoschlüssel, nahm die vier Kinder mit und setzte sich mit ihnen in den Opel seiner früheren Lebenspartnerin. Laut Polizei wollte er sich vermutlich auf die Suche nach seiner Ex-Freundin machen. Als ein Streifenwagen vorbeifährt, gibt der Mann Gas.

Er dachte offenbar, die Frau habe die Polizei alarmiert und man suche bereits nach ihm. "Er ist in Panik geraten, hat sein Fahrzeug beschleunigt und ist bei Rot über den Karl-Preiss-Platz gefahren", so Polizeisprecher Carsten Neubert. Der 29-Jährige gab noch mehr Gas und verlor die Kontrolle über den Wagen. Der Opel kam in einer Kurve von der Straße ab, geriet zu weit nach links und streifte dort zunächst einen Alleebaum auf dem Grünstreifen.

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Dann schleuderte der Wagen über den Gehweg und erfasste dort zwei Fußgänger. Ein 25-jähriger Student wurde von dem Opel gestreift, ein 30-Jähriger, der neben dem anderen Mann lief, wurde frontal erfasst. Die Fußgänger mussten später mit Verdacht auf multiple Prellungen, Schädelhirntrauma und HWS-Syndrom zur stationären Behandlung in Kliniken eingeliefert werden. Einer der beiden Verletzten erlitt zudem eine blutende Kopfplatzwunde.

Den Unfallfahrer kümmerten weder die Verletzten noch die vier kleinen Kinder im Auto. Der berufslose Mann stieg aus, ließ die Verletzten und Kinder zurück und rannte zu Fuß davon. Polizisten kümmerten sich wenig später um die Kinder. Sie waren zum Glück unverletzt.

Nach seiner Festnahme hat der 29-Jährige bislang keine Angaben zu den Ereignissen gemacht.

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