"Immer größere Herausforderungen": Das plant die Stadt in der Sendlinger Straße

Es ist der erste Schritt des Gesamtkonzepts für insgesamt 150 neue Bäume in der Altstadt: Das Baureferat hat in der Sendlinger Straße – im Abschnitt zwischen Hackenstraße und Färbergraben – damit begonnen, sechs neue Bäume zu pflanzen.
Auftrag für Sendlinger Straße: "Bäume kühlen ihre Umgebung"
"Die immer länger anhaltenden Hitzeperioden stellen uns vor immer größere Herausforderungen", kündigt Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer "Schritt für Schritt mehr Grün" für die dicht bebaute Altstadt an: "Bäume kühlen ihre Umgebung, spenden Schatten und machen die Fußgängerzone angenehmer."
Pilotversuch mit Unterflur-Abfallbehältern
Im Zuge dieser Arbeiten werde man Synergien in der Baudurchführung nutzen und in der Sendlinger Straße zudem einen Pilotversuch mit sogenannten Unterflur-Abfallbehältern starten.
Diese liegen den Angaben zufolge größtenteils unter der Erde und bieten daher deutlich mehr Platz für Abfall als die bisherigen Standbehälter – genauer gesagt etwa das Zehnfache des größten bisher verwendeten Abfallbehälters.
Die Arbeiten beginnen mit dem Bau der Baumgruben
Obwohl weniger Behälter im Straßenraum stehen, werde das Entsorgungsvolumen erhöht, heißt es im Baureferat, das in der stark besuchten Fußgängerzone prüft, wie die Abfallbeseitigung effizienter organisiert und zugleich die Aufenthaltsqualität verbessert werden kann.

Die Arbeiten beginnen mit dem Bau der Baumgruben. Dafür hebt das Baureferat an den künftigen Standorten große Gruben aus und baut unter anderem Substrat, Drainagen, Baumscheibenrahmen und Schutzvorrichtungen ein. Anschließend stellt das Baureferat den Belag wieder her.
Nach der Pflanzung übernimmt das Baureferat auch die Pflege
Weil im Winter gesetzte Bäume besser anwachsen, ist das eigentliche Anpflanzen für November geplant. "Da unter der Oberfläche viele Leitungen liegen, ist die Umsetzung der Baumstandorte in der Altstadt besonders anspruchsvoll", so das Baureferat. Auch Details wie Feuerwehrzufahrten, Lieferverkehr, Barrierefreiheit, Denkmalschutz, Veranstaltungen sowie die hohe Zahl an Fußgängern müssten berücksichtigt werden.
Das Baureferat stellt die ersten vier Baumgruben voraussichtlich bis vor dem Marathon am 11. Oktober fertig, die anderen beiden Baumgruben folgen bis Mitte November. Nach der Pflanzung übernimmt das Baureferat auch die Pflege – wie Bewässerung, Baumschutz, Entwicklungsschnitt und Maßnahmen zum Schutz der Wurzeln.