"Ich habe keinen Tag bereut, hier zu leben!"

Im Lehel lässt sich's aushalten. Der 75-jährige Helmut Bräuninger weiß, warum. Er hat aber auch schon viele Firmen gehen sehen.
von  Daniel von Loeper
Der Münchner Helmut Bräuninger.
Der Münchner Helmut Bräuninger. © Daniel von Loeper

Lehel - In der Stadtviertel-Serie der AZ-Printausgabe sind Menschen aus allen Teilen Münchens befragt worden. Zum Beispiel Helmut Bräuninger (75) aus dem Lehel. Sein Statement:

"Ich lebe seit 30 Jahren im Lehel. Ich war Handelsvertreter und hatte mit meiner Frau in der Sternstraße ein Modegeschäft. Maßanfertigung, lief sehr gut.

Trotzdem halte ich es für ein blödes Gerede, dass das Lehel der schönste Platz von München sei.

Die Versicherungskammer, die Wacker Chemie, DAS, Hoechst und viele andere Firmen sind weggezogen. In dieser Hinsicht ist es ruhig geworden.

Wegen des Patentamts trifft man hier auf ganz viele Rechtsanwälte. Außerdem gibt's viele Psychologen im Lehel.

Natürlich ist es sehr schön, hier zu leben. Doch der schönste Markt der Welt ist für mich der Viktualienmarkt - und den erreicht man super.

Ich mag den dörflichen Charakter des Stadtteils, man hat hier nette Nachbarn und gute Kneipen.

Das Lehel besteht aus drei Teilen: das südliche Lehel bis zur Maximiliansstraße, das mittlere Lehel zwischen Maximiliansstraße und Prinzregentenstraße und das nördliche Lehel von der Prinzregentenstraße bis zum Englischen Garten.

Ich wohne direkt am St. Anna Platz - und habe bislang keinen Tag bereut, hier zu leben!"

Die Stadtviertelredaktion der AZ erreichen Sie über stadtviertel@abendzeitung.de

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