Homophobie in München: Neue Details zur Prügel-Angriff auf schwulen Mann

Die brutale Prügel-Attacke auf einen homosexuellen Mann in der Theklastraße sorgt weiter für Bestürzung. Am Montag teilte die Polizei neue Einzelheiten mit, mittlerweile hat das Kommissariat für politisch motivierte Gewalttaten die Ermittlungen aufgenommen.
| AZ/ms
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Unweit der "Prosecco Bar" kam es zum Angriff auf den 30-Jährigen.
Screenshot_Facebook/Screenshot_GoogleStreetView/AZ Unweit der "Prosecco Bar" kam es zum Angriff auf den 30-Jährigen.

Isarvorstadt - Nach der brutalen Attacke auf einen 30-Jährigen in der Theklastraße ermittelt nun das K 44, zuständig für politisch motivierte Gewalttaten. Das K 44 ist vor allem für Delikte aus dem rechten Spektrum verantwortlich, daneben gibt es noch das K 43, welches sich mit Taten aus der linken Szene befasst – das K 45 beschäfigt sich mit Vorfällen, die vor allem von Ausländern begangen worden sind.

Am Montagmittag lieferte die Polizei München neue Details zur brutalen Attacke: Demnach trafen die beiden Gruppen mit jeweils drei Männern gegen 1 Uhr in der Theklastraße aufeinander. Die Gruppe, in der sich auch der spätere Täter befand, riss eine Regenbogenfahne vor dem schwulen Kommunikations- und Kulturzentrum Sub ab und kickte eine Regenbogenfahne vor sich her. Es kam zu einem Streitgespräch, als der 30-jährige Gregor P. fragte, was diese Aktion denn solle. Doch es blieb nicht nur bei Worten: Nachdem der Angreifer sein Opfer als "scheiß Schwuchtel" beschimpft hatte, spuckte einer der Männer den 30-Jährigen an – anschließend traf ihn einer harter Faustschlag im Gesicht. Der Knochen unter dem linken Auge ist zertrümmert, die linke Gesichtshälfte gelähmt.

Zeugenaufruf

Der Täter sowie seine beiden Begleiter, alle zwischen 20 und 30 Jahre alt, konnten flüchten. Der Angreifer hat blonde, schulterlange Haare – er trug eine dunkle, dünne Jacke, dunkle Jeans, ein weißes T-Shirt und eine nach hinten gedrehte schwarze Kappe. Zeugen, die Hinweise zum Vorfall machen können, sollen sich sofort an die Polizei (Tel.: 29100) wenden.

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Gregor P. spricht im Video ein Jahr nach der Tat mit uns noch einmal über den Homophoben Angriff.

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