Himmlers Kinder – der Lebensborn in München

Der Stattreisen-Rundgang beleuchtet Schicksale von „Himmlers Kindern“, zeigt, wo sich die Lebensborn-Zentrale befand und wie der Verein organisiert war.
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Altstadt - „Ich hatte weiter keinen Ärger mit dem Lebensborn, außer dass ich nicht wusste, wer ich bin“. Diese Aussage eines ehemaligen Lebensborn-Kindes dokumentiert das Schicksal vieler Kinder, die in Heimen der SS-Organisation „Lebensborn“ geboren wurden: Sie sind ein Leben lang auf der Suche nach ihrer Herkunft und ihren Wurzeln.

Und vielen gelingt es nur mühsam, die Schatten ihrer Vergangenheit zu durchleuchten. Die Zentrale des Vereins Lebensborn e.V., den der Reichsführer der SS, Heinrich Himmler, 1935 gründete, befand sich in München.

Von hier aus sollte „arischer“ Kinderreichtum gefördert werden. Unterstützt wurden unter dem Anschein sozialer Fürsorge nicht nur SS-Familien, sondern vor allem auch unverheiratete, schwangere Frauen.

„Arisch“ aussehende Kinder wurden aus den besetzten Gebieten verschleppt und eingedeutscht.

Auch Fragen nach der Moral der Zeit und rassenhygienischen Ideen der SS greift der Rundgang in der Innenstadt auf.

Der Rundgang findet statt an sechs Tagen ab Sonntag, 16. Juni, 11 Uhr, bis Mittwoch, 17. Juli, 18 Uhr. Treffpunkt ist jeweils vor dem Polizeipräsidium an der Ettstraße, Ende am Platz der Opfer des Nationalsozialismus.

Der Rundgang dauert eineinhalb bis zwei Stunden. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro.

Der Rundgang ist Teil der Veranstaltungsreihe Kinder für den „Führer“ – Der Lebensborn in München des Kulturreferats und des Stadtarchivs der Landeshauptstadt München.

 

Infos unter Telefon 54 40 42 30,  info@stattreisen-muenchen.de

 

 

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