Hauptbahnhof München: ICE verfährt sich und landet in Sackgasse

Ein ICE biegt kurz hinter dem Hauptbahnhof falsch ab – und landet auf dem Abstellgleis.
| Florian Zick
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Kleine Irrfahrt eines ICEs: Kurz hinterm Hauptbahnhof war schon wieder Schluss.
dpa Kleine Irrfahrt eines ICEs: Kurz hinterm Hauptbahnhof war schon wieder Schluss.

Ludwigsvorstadt - Hoppla, da ist wohl was schief gegangen: Kurz nach der Ausfahrt aus dem Münchner Hauptbahnhof ist am Donnerstag ein ICE auf ein falsches Gleis geraten. Den Irrtum bemerkte der Zugführer erst, als er mit der Zugnase vor einem Prellbock landete.

Donnerstagmorgen, der ICE 880 nach Hamburg, Abfahrt 9.58 Uhr. Mit an Bord: CSU-Stadträtin Anja Burkhardt auf dem Weg in den Sylt-Urlaub. Ihrem Mann sei gleich aufgefallen, dass irgendwas nicht stimme, erzählt sie der AZ. "Hier ist noch nie ein ICE langgefahren, hat er zu mir gesagt."

Und tatsächlich: Kurze Zeit später strandet der Zug auf dem Abstellgleis. Es sei keine wirklich dramatische Situation gewesen, sagt Burkhardt. Der Zug sei auf den ersten Metern ohnehin nur sehr langsam dahingezuckelt. Aber so musste der ICE zurücksetzen und auf einem Nebengleis zwischenparken. Die eigentlich pünktliche Abfahrt habe sich durch das Wendemanöver eine knappe Stunde verzögert, so Burkhardt.

DB: Fahrdienstleister bei Planung gut ausgelastet

Die Bahn bestätigt auf Anfrage die ICE-Irrfahrt. Es sei eine der wenigen Fehlleitungen gewesen, die im Jahr so passieren, sagt Unternehmenssprecher Bernd Honerkamp. Im Bereich des Hauptbahnhofs würden gerade intensive Bauarbeiten stattfinden. Vor allem viele Weichen würden ausgetauscht. Deshalb stünden derzeit auch weniger Gleise als gewöhnlich zur Verfügung. Der Fahrdienstleiter sei mit der Planung gut ausgelastet, so Honerkamp. "Und beim ICE 880 hat er wohl ein falsches Gleis erwischt."

Gefahr habe keine bestanden, beteuert die Bahn. Ins Streckennetz sei ein Sicherungssystem eingebaut, das im Notfall eine Zwangsbremsung einleite. Das sei in diesem Fall aber gar nicht nötig gewesen, so Honerkamp.

Stadträtin Burkhardt kam übrigens fast pünktlich in Hamburg an. Die Stunde Verspätung hatte der Zugführer bis dahin schon wieder reingefahren.

Neuer Hauptbahnhof: So wird er bald aussehen

 

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