Hauptbahnhof München: Betrunkener rastet aus und bedroht Polizisten

Am Mittwoch ist ein betrunkener Obdachloser in der McDonald's-Filiale im Hauptbahnhof-Zwischengeschoss komplett ausgerastet. Er beschimpfte die Polizisten als "Arschlöcher" und "Nazis".
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Der McDonald's im Hauptbahnhof-Zwischengeschoss: Hier ereignete sich der Vorfall.
Mattes/Wikipedia (CC BY 2.0 de) Der McDonald's im Hauptbahnhof-Zwischengeschoss: Hier ereignete sich der Vorfall.

Ludwigsvorstadt - In der Nacht auf Mittwoch sorgte ein Obdachloser für Ärger in der McDonald's-Filiale im Zwischengeschoss des Hauptbahnhofs. Die Situation eskalierte, als ihm Bundespolizisten einen Platzverweis ausstellen wollten.

Der 43-jährige gebürtige US-Amerikaner befand sich gegen 1:35 Uhr im Fast-Food-Restaurant und wollte dieses nicht verlassen. Die Mitarbeiter alarmierten die Bundespolizei – die eingetroffene Streife erteilte ihm einen Platzverweis, dem der betrunkene Mann allerdings nicht nachkommen wollte.

Dann lief die Situation aus dem Ruder: Statt die Filiale zu verlassen, zog der Wohnsitzlose seine Jacke aus, schrie und baute sich dazu noch bedrohlich vor den drei Beamten auf. Gleichzeit drohte er, dass er sie "nackig machen" werde - er könne Kampfsport und würde sich wehren, falls er aus dem Restaurant gebracht wird. Dann rief der 43-Jährige zweimal lautstark "Heil Hitler" durch den McDonald's.

Polizisten messen 2,2 Promille beim 43-Jährigen

Als weitere vier Beamte der Bundespolizei zur Unterstützung hinzukamen, wurde der Mann an den Armen gegriffen und aus dem Schnellimbiss geführt. Vor der Filiale versuchte er sich dann loszureißen, weswegen er von den Polizisten zu Boden gebracht, fixiert und gefesselt wurde. Dabei beleidigte er die Polizisten mehrfach als "Arschlöcher" und "Nazis".

Auf der Wache stellten die Beamten beim 43-Jährigen einen Atemalkoholwert von 2,2 Promille fest. Während des Einsatzes erlitt er eine blutende Wunde im Gesicht, die vom Rettungsdienst untersucht und versorgt wurde – ins Krankenhaus musste er allerdings nicht. Nach einem Aufenthalt in der Ausnüchterungszelle setzte ihn die Polizei um 6 Uhr wieder auf freien Fuß. Wie die Bundespolizei auf AZ-Nachfrage mitteilte, lebt der Mann laut eigener Aussage auf der Straße.

Gegen ihn wird nun wegen Hausfriedensbruch, Beleidigung, Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verwenden von verfassungsfeindlichen Kennzeichen ermittelt.

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