Haltestelle weg: Ärger um den SEV am Bonner Platz

Bis die U-Bahn wieder fährt, sind die Anwohner rund um den Bonner Platz auf Busse angewiesen. Die Linienführung sorgt allerdings für Unmut.
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Unten am Bonner Platz wird geschaufelt.
Unten am Bonner Platz wird geschaufelt.

Schwabing- Weil die in die Jahre gekommene U-Bahnstation über die Wintermonate saniert wird, verkehrt am Bonner Platz der Schienenersatzverkehr (SEV). Allerdings nur in Richtung Münchner Freiheit – auf dem Weg zurück zum Scheidplatz bleiben die Busse einige hundert Meter entfernt an der Haltestelle Karl-Theodor-Straße stehen.

„Wie kann es denn sein, dass eine Haltestelle einfach ausfällt?“, beklagt Anwohnerin Ingrid Baudler. Besonders befremdlich mutet die Lösung für gehbehinderte Menschen an: Ihnen bleibt nur, bis zum Scheidplatz sitzenzubleiben und dort zu warten, dass der SEV wieder in Richtung Münchner Freiheit fährt. Über den Bezirksausschuss (BA) wendet sie sich daher schon Anfang Dezember an die MVG, um zu erfahren, wie es zu der ungünstigen Verkehrsführung über Herzog- und Belgradstraße kommt.

Glaubt man den Ausführungen der Verkehrsgesellschaft ist es eine recht vertrackte Problemlage, die schon mit dem Wenden der Busse an der Münchner Freiheit beginnt. Der Busbahnhof selbst ist demnach bereits erschöpft – diese Lösung würde Zeitverlust und Behinderungen Bedeuten, sowohl für die Öffis, als auch für die Autofahrer. Linksabbiegen von der Leopold- auf die Rheinstraße ist aus demselben Grund dort ohnehin nicht erlaubt.

Wegen der Sanierung haben Gelenkbusse auf der Bonner Straße nicht genug Platz, bei Testfahrten stellte sich das Abbiegen in die Parzivalstraße außerdem schwierig dar. Die ungünstige Zwischenlösung scheint also alternativlos. „Ich hätte gerne, dass sich damit auseinandergesetzt wird, ob es nicht doch eine bessere Lösung gibt“, sagt Baudler. Allerdings ist das unwahrscheinlich, denn die Baustelle soll bereits Ende März fertig sein.

Unten am Bonner Platz wird geschaufelt.
Unten am Bonner Platz wird geschaufelt.

 Unten am Bonner Platz wird geschaufelt. Foto: Sigi Müller   

Hoffen können die Anwohner indes, dass das Schneechaos sich in Grenzen hält. Dann kann zumindest zeitweise auf das Radl umgestiegen werden. Und das Warten an der Ersatzhaltestelle ist weniger ungemütlich: Hier gibt es weder ein Dach, noch Sitzgelegenheiten oder auch eine Möglichkeit, ein Ticket zu kaufen. Ein Provisorium wäre für eine Ersatzhaltestelle schlicht zu teuer.

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