Glockenbachviertel: Gruppe beleidigt zwei Personen queerfeindlich und greift sie an

Am Tag danach zeigten die Opfer der Attacke den Vorfall in einer Polizeiinspektion an, das Kommissariat 44 ermittelt wegen einer gefährlichen Körperverletzung und einer Beleidigung.
Abwertende homo- und transphobe Beleidigungen aus einer Gruppe heraus
Nach Angaben der Polizei saßen die beiden Personen – weiblich und divers – am Sonntag (2. August) gegen 22.15 Uhr im Bereich des Stephansplatzes auf einer Parkbank, als sie ein bislang unbekannter Mann ansprach. Er bot ihnen Betäubungsmittel an, die beiden lehnten die Offerte jedoch ab.
Wie sich herausstellte, gehörte der Mann zu einer Gruppe mit vier weiteren jungen Männern und einer Frau. Als er zu seinen Begleitern zurückkehrte, gab es aus der Gruppe heraus mehrfach abwertende homophobe und transphobe Beleidigungen (unter anderem "Scheiß Transe") in Richtung der 19-jährigen deutschen Person aus dem Landkreis Miesbach sowie der 20-jährigen Person mit britischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München.
Beide Personen werden mit Pfefferspray besprüht und leicht verletzt
Als sich die derart beleidigten Personen verständlicherweise vom Ort des Geschehens entfernten, folgte ihnen eine Person aus der Gruppe und besprühte sie noch mit Pfefferspray.
"Beide wurden dadurch leicht verletzt und sie gingen in einen nahegelegenen gastronomischen Betrieb, wo sie sich im Sanitärbereich die vom Pfefferspray ausgesprühte Substanz abspülten", so die Polizei: "Eine medizinische Versorgung nahmen sie nicht in Anspruch."
Der Haupttäter aus der Personengruppe (fünf Männer und eine Frau) wurde wie folgt beschrieben: Männlich, etwa 20 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß, mitteleuropäischer Typ; bekleidet mit T-Shirt und kurzer Hose.
Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Stephansplatz und Thalkirchner Straße etwas wahrgenommen, das im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnte? Sachdienliche Hinweise gehen bitte an das Polizeipräsidium München (Kommissariat 44, Telefon 089/2910-0) oder an jede andere Polizeidienststelle.