Gefährlicher Linksabbieger-Unfall: Lkw-Fahrer übersieht Vespa

Schwerer Unfall: Eine 63-jährige Vespa-Fahrerin prallt frontal gegen einen abbiegenden LKW und erleidet schwere Kopfverletzungen, Knochenbrüche und Prellungen. Die Straße wird für die Unfallaufnahme gesperrt, die Polizei ermittelt zur genauen Ursache.
von  Hüseyin Ince
Wegen ihres klassischen Designs und der gemütlichen Fahrweise sind Vespas enorm beliebt unter Rollerfahrern.
Wegen ihres klassischen Designs und der gemütlichen Fahrweise sind Vespas enorm beliebt unter Rollerfahrern. © roncivil via imago-images.de

Im Münchner Stadtteil Trudering ist ein folgenschwerer Unfall zwischen einer Vespa-Fahrerin und einem Lkw-Fahrer passiert. 

Fahrige Linksabbieger häufige Unfallursache

Die Münchnerin, eine 63-Jährige, war am Montag kurz nach 13 Uhr mit ihrer Vespa in Trudering unterwegs. Sie stammt aus dem Landkreis München und fuhr auf dem De-Gasperi-Bogen entlang in Richtung Süden. In entgegengesetzter Richtung fuhr ein 29-Jähriger in einem Lkw der Marke Iveco. Wie lange der Mann mit rumänischen Wurzeln schon unterwegs war und ob er möglicherweise übermüdet gewesen ist, konnte die Polizei nicht sagen.

Auf Höhe des Siegmund-Riefler-Bogens geschah das Unglück. Der rumänische Iveco-Fahrer wollte nun links abbiegen. Höchste Gefahrenstufe für Zweiradfahrer aller Art. Denn eine große Zahl an Motorradunfällen geschieht nach dem Versuch von Pkw- oder Lkw-Fahrern, links einzubiegen.

Oft übersehen Lkw- und Autofahrer Radler sowie Motorradfahrer bei solchen Manövern. Und so sollte es auch am Montag sein. Als der 29-Jährige in den Siegmund-Riefler-Bogen biegen wollte, übersah er offensichtlich die Münchner Vespa-Fahrerin.

Der Lastwagen kollidierte wohl frontal mit der Vespa-Fahrerin. Anders sind ihre schweren Verletzungen kaum zu erklären.

Brüche, Prellungen, Schürfwunden

Die 64-Jährige stürzte und erlitt schwere Kopfverletzungen. Sie brach sich offenbar mindestens einen Gesichtsknochen sowie den linken Arm, dazu kommen Prellungen und Schürfwunden. Ein Sanka brachte die Frau schnellstmöglich in eine Klinik. Lebensgefahr bestand jedoch nicht.

Der De-Gasperi-Bogen wurde während der Unfallaufnahme für etwa eineinhalb Stunden gesperrt. Es kam zu großen Verkehrsbehinderungen.

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