Fiese Masche: Falsche Handwerker wollten Rentnerin bestehlen

Mit einer fiesen Masche haben zwei Trickbetrüger am Montag versucht, eine 82-jährige Rentnerin auszurauben: Der erste Täter stellte sich als Handwerker vor und lenkte die Dame ab, während ein zweiter die Wohnung durchsuchte.
| AZ
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Mit einer fiesen Masche wollten zwei Trickbetrüger eine 82-jährige Rentnerin bestehlen. (Symbolbild)
dpa Mit einer fiesen Masche wollten zwei Trickbetrüger eine 82-jährige Rentnerin bestehlen. (Symbolbild)

Mit einer fiesen Masche haben zwei Trickbetrüger am Montag versucht, eine 82-jährige Rentnerin zu bestehlen: Der erste Täter stellte sich als Handwerker vor und lenkte die Dame ab, während ein zweiter die Wohnung durchsuchte. Erbeutet haben Sie wohl nichts.

Bogenhausen - Eine 82-jährige Rentnerin aus Bogenhausen ist am Montag Opfer von zwei Trickbetrüger geworden. Nur durch Glück konnten die Täter keine Beute machen. Als die Frau vom Einkaufen zu ihrer Wohnung in Bogenhausen zurückkam, traf sie vor der Tür auf einen ca. 30-jährigen Mann. Dieser verhielt sich sehr freundlich und half der Dame mit ihrem Rollator in das Haus.

Kurz nachdem die Rentnerin die Tür zu ihrer Wohnung geschlossen hatte, klingelte derselbe Mann. Er stellte sich als Handwerker vor, der in ihrem Badezimmer etwas reparieren müsse.

Nach einiger Zeit sagte der vermeintliche Handwerker: "Ich hätte gern ein Glas Wasser, Mutti". Das gab ihm die freundliche Dame, genauso wie ein Butterbrot kurze Zeit später.

Lesen Sie auch: Zeugen gesucht - Handtaschen-Raub: Unbekannte stoßen 86-Jährige zu Boden

Weil der Mann beides nicht anrührte, kamen der Rentnerin Zweifel und sie forderte den Unbekannten auf zu gehen. Dabei bemerkte die Frau, dass die Wohnungstür offenstand. Offenbar hatte der Trickbetrüger seinem Komplizen die Tür geöffnet, als das Opfer in der Küche beschäftigt war. In diesem Moment kam ein zweiter Mann aus dem Wohnzimmer und wollte flüchten. Die Dame versuchte noch, ihm in die Jackentasche zu greifen, weil sie glaubte, dass er dort die Beute versteckt haben könnte.

Weil die beiden Täter aufgegflogen waren, verließen sie die Wohnung. Daraufhin stellte die Frau fest, dass in ihrem Wohnzimmer Schubladen durchsucht worden waren - offenbar fanden die Täter aber keine lohnenswerte Beute.

Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf. Die Beamten gehen davon aus, dass die Frau wegen ihres Alters und ihrer körperlichen Verfassung gezielt als Opfer ausgesucht wurden. Ein perfider Plan!

Täterbeschreibung:

Täter 1:
Männlich, ca. 30 Jahre alt, ca. 195 cm groß, kräftige Figur, dunkle kurze Haare, sprach Deutsch ohne Akzent
Bekleidung: dunkle Hose, dunkle dicke Jacke, dunkle Schuhe.

Täter 2:
Männlich, ca. 30 Jahre alt, ca. 180 cm groß, normale Figur.
Bekleidung: lange, offen getragene Jacke mit großen geöffneten Außentaschen.

Lesen Sie auch: Trickbetrüger in München - Geld für Beerdigung: Falsche Polizisten beklauen 96-Jährige

Zeugenaufruf:

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


Hinweis der Münchner Polizei:
Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie z.B. behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken Nachfrage halten, ob die Behauptung der Wahrheit entspricht.

Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren