Explosionen im Wald am Münchner Stadtrand: Anwohner in Angst

Im Forst in der Nähe von Waldtrudering hat es am Sonntagabend mehrmals heftig gekracht. Anwohner, die die Explosionen gehört hatten, verständigten aus Angst den Polizeinotruf. Vor allem im Bereich Am Eulenhorst waren am Sonntag gegen 23 Uhr die Explosionen besonders gut zu hören. In der Schwedenstraße vibrierten Fensterscheiben. Es habe sich wie eine "Lawinensprengung" angehört, berichtete eine Frau. Auch am Samstagabend waren Explosionen gemeldet worden.
Polizeihubschrauber im Einsatz
Rund ein Dutzend Streifenwagen wurden daraufhin von der Einsatzzentrale in das fragliche Waldstück geschickt. Zudem kreiste ein Polizeihubschrauber über dem Gebiet. Polizisten nahmen im Wald zwei verdächtige Männer fest. Nach Angaben eines Sprechers des Bayerischen Landeskriminalamtes handelt es sich um zwei Deutsche, 47 und 48 Jahre alt. In dem Waldstück konnten laut LKA "mehrere Explosionstatorte festgestellt werden, an denen Reste von Pyrotechnik sichergestellt wurden". Über die Art des Sprengstoffs könne derzeit noch keine Aussage getroffen werden, sagte LKA-Sprecher Alexander Groß. Die Überreste werden im Kriminallabor untersucht.
Offenbar kein extremistisches Motiv
Die Ermittler schließen derzeit einen politischen oder extremistischen Hintergrund aus. Offenbar scheinen die beiden Männer gerne mit Pyrotechnik zu hantieren. Die Verdächtigen sind bisher nicht beim Staatsschutz bekannt. Beide wurden von der Polizei angezeigt. LKA und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion gemäß Paragraf 308 StGB. Den Männern droht eine Geldstrafe.