Ein Ort für junge Münchner

Viele Familien und ein direkter Blick in die Landschaft. Vor knapp zehn Jahren ist die Nordhaide entstanden. Sie ist Gegenstand einer Ausstellung in der Rathausgalerie.
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Die Nordhaide, verschneit.
Luise Gamon Die Nordhaide, verschneit.

Feldmoching - Seit im Jahr 2004 die ersten Bewohnerinnen und Bewohner auf die Großbaustelle im äußersten Münchner Norden zogen, hat sich hier ein lebendiges Stadtquartier mit mehr als 5.500 Einwohnern und vielseitigem Freizeitangebot entwickelt. Wo einst Panzer über die Wiese ratterten, rollen auf der Nordhaide jetzt Skateboards und Fahrräder. Aus zwei Jahrzehnten Stadtentwicklung zeigt die Rathausgalerie jetzt eine Ausstellung.

Unter dem Motto „Zukunft findet Stadt 2014 – München: Kontinuität und Aufbruch – Projekte und Programme aus zwei Jahrzehnten Stadtentwicklung“ werden mehr als 100 ausgewählte Projekte und Programme Münchner Städtebaus gezeigt. Auch die Nordhaide spielt dabei eine Rolle.

Das Leben in der neu entstandenen Wohnsiedlung „Nordhaide“ spielt sich tatsächlich nicht nur in den rund 2.500 Wohnungen ab, sondern zu einem großen Teil auch draußen. Dabei passiert weniger auf der sprichwörtlichen Straße – die Nordhaide ist verkehrsminimierte Zone –, dafür umso mehr auf den Spielplätzen, in den Angern, Heidegärten und auf den Terrassen. Das neue Viertel ist besonders bei Familien beliebt, fast ein Drittel aller „Nordhaidlerinnen und Nordhaidler“ ist unter 18 Jahren alt.

Das planerische Konzept für die Siedlung wurde von den Architekten Hans Engel und Herbert Jötten sowie der Landschaftsarchitektin Bü Prechter entwickelt. Die von Nord nach Süd verlaufende Zeilenbebauung führt die Heide tief in das Wohngebiet hinein. Immer wieder gibt es den direkten Blick in die Landschaft – die dreigeschossige Bebauung bildet dabei den Blickhorizont. Die dazwischen liegenden „Türme“ mit ihren sieben Stockwerken gliedern und strukturieren zusätzlich.

Die neue Bebauung schließt mit einem klaren Ortsrand zur Heide ab. Von vielen Balkonen hat man hier den Blick in die Weite der Landschaft, wo vielleicht der Panzerwiesenschäfer gerade wieder seine Herde über die Wiesen führt.

Der erste Vortrag startet Ende Januar.

21. Januar, 19 Uhr, Rathausgalerie: Podiumsdiskussion „Stadtgestalt und Denkmalschutz“

 

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