Ein Münchner in Indien
Das Völkerkundemuseum zeigt einen Dokumentarfilm über Fritz-München, den deutschen Hofmaler der indischen Maharajas - eine Geschichte zwischen 1001 Nacht und Nationalsozialismus.
Lehel - Der Dokumentarfilm "München in Indien" erzählt die Geschichte eines großen Abenteuers, die Geschichte des einzigen deutschen Hofmaler der indischen Maharajas - den Aufstieg und Fall des Malers Hannes Fritz, alias Fritz-München, eines außergewöhnlichen und doch exemplarischen Künstlers des 20. Jahrhunderts. Es ist eine Geschichte zwischen 1001 Nacht und dem Nationalsozialismus. Der Film wird am Mittwoch, 13. März, um 19 Uhr im Museum für Volkerkunde, Maximiliansstraße 42, gezeigt.
Hannes Fritz gibt im Jahr 1925 seinen sicheren Beruf als Bänker auf. Er will Kunstmaler werden - nennt sich ab 1930 Fritz-München. Als die Nazis immer mehr Macht gewinnen und sich vorbereiten, Europa in den Terror des 2. Weltkriegs zu führen, bereist Fritz-München zwischen 1932 und 1937 Indien und wird zum einzigen deutschen Hofmaler der indischen Maharajas.
Zwischen originalen Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigt Regisseur und Drehbuchautor Walter Steffen auch die Spurensuche von Fritz Münchens Enkelsohn Konstantin Fritz. Er sucht nach den verschollenen Bildern seines Großvaters. Bei dieser Reise von der Pfalz über München und den Starnberger See bis zum indischem Subkontinent lässt sich Konstantin Fritz von den Tagebucheinträgen und den einzigartigen, historischen 16-Millimeter-Filmaufnahmen seines Großvaters durch das heutige Deutschland und Indien führen.
In 90 Minuten zeigt der Film das prunkvolle Leben der indischen Fürsten zur britischen Kolonialzeit und vermittelt einen direkten Einblick in den heutigen Alltag Indiens.
Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Mitglieder ist die Filmvorführung frei.