Dreister Nazi-Auftritt beim Münchner Viktualienmarkt

Zwei betrunkene Männer rufen in der Münchner Altstadt NS-Parole und zeigen den "Hitler-Gruß". Einer von ihnen, ein 22-Jähriger aus München, ist bereits einschlägig bei der Polizei bekannt.
von  Ralph Hub
In der Nähe des Münchner Viktualienmarktes hat die Polizei zwei Männer festgenommen, die rechte Parolen riefen und NS-Symbolik zeigten.
In der Nähe des Münchner Viktualienmarktes hat die Polizei zwei Männer festgenommen, die rechte Parolen riefen und NS-Symbolik zeigten. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Der 22-Jährige aus München ist bereits früher schon einmal wegen seiner rechten Gesinnung aufgefallen. Jetzt wird gegen den Mann und seinen Begleiter (25) wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Zeugen alarmieren den Polizeinotruf

Die Gäste im Wirtsgarten vor der Heiliggeist-Bar unweit des Viktualienmarktes mitten in der Münchner Altstadt trauten am Sonntagabend ihren Augen nicht: Zwei betrunkene Männer grölten gegen 21 Uhr "Heil Hitler" und rissen dazu den rechten Arm zum "Hitler-Gruß" hoch. Die Zeugen verständigten den Polizeinotruf. Als Streifenbeamte wenig später vor der Bar eintrafen, sahen sie einen 25-Jährigen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, wie er erneut den "Hitler-Gruß" zeigte.

Er hatte laut Alkoholschnelltest etwa 1,2 Promille im Blut. Sein Begleiter, ein 22-Jähriger aus München, soll nach Polizeiangaben ebenfalls die NS-Parole gerufen und den "Hitler-Gruß" gezeigt haben. Laut Alkoholschnelltest hatte der Deutsche rund zwei Promille im Blut. Der Münchner ist bereits seit einiger Zeit polizeibekannt, auch beim Staatsschutz im Präsidium. Der 25-Jährige galt dagegen bei der Polizei bisher als unbeschriebenes Blatt.

Der Staatsschutz ermittelt

Die beiden Männer wurden von den Beamten vorübergehend festgenommen und angezeigt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, teilte am Dienstag ein Polizeisprecher mit. Die weiteren Ermittlungen in dem Fall hat das Kriminalfachdezernat 4 übernommen, das Kommissariat 44, zuständig für Delikte und Straftaten aus dem rechten Spektrum.

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