Dramatischer Badeunfall an Münchner See: 23-Jähriger in Lebensgefahr
Zwei 23 und 25 Jahre alte Brüder aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck sind am Sonntag zum Schwimmen an den Langwieder See im Münchner Nordwesten gefahren. Sie suchten sich am Nordostufer einen Platz am Badestrand unweit der Umkleidekabinen.
Plötzlich ist der 23-Jährige verschwunden
Anschließend gingen sie ins flache Wasser im Uferbereich. Der 23-Jährige ist nach Polizeiinformationen Nichtschwimmer. Im See blieben die beiden Brüder offenbar nicht die ganze Zeit über beieinander. Als der Ältere den 23-Jährigen kurz aus den Augen verlor, passierte es: Es war kurz nach 16 Uhr, als der 23-Jährige plötzlich im See unterging. Der 25-Jährige versuchte noch, seinen Bruder zu fassen zu bekommen, doch er scheiterte. Der 25-Jährige tauchte, er wollte seinen Bruder unter Wasser finden und zurück an die Oberfläche holen. Doch auch das misslang.
Taucher finden Vermissten nach 15 Minuten
Andere Badegäste alarmierten die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Wasserwacht. Ein Großeinsatz lief umgehend an. Die Helfer begannen mit mehreren Booten und Tauchern den See nach dem Vermissten abzusuchen. Bereits nach rund 15 Minuten waren die Rettungskräfte erfolgreich. Taucher fanden den vermissten Nichtschwimmer und brachten den bewusstlosen 23-Jährigen zurück ans Ufer, so eine Polizeisprecherin.
Zustand des 23-Jährigen weiter kritisch
Die Rettungskräfte begannen unverzüglich, den noch immer bewusstlosen 23-Jährigen wiederzubeleben. Anschließend wurde er von einem Notarztteam in eine Klinik gebracht. Der 23-Jährige wird auf der Intensivstation behandelt. Er schwebt weiterhin in Lebensgefahr, hieß es am Montag. Der Zustand des Patienten sei unverändert kritisch.
Das Kommissariat 13 hat die weiteren Ermittlungen zur Klärung des Unfallhergangs übernommen.

