Die Linke will Bolzplatz in Ramersdorf retten

Aufregung um einen Bolzplatz in Ramersdorf. Der soll nun Mitarbeiter-Wohnungen eines Garten-Centers weichen. Ersatz soll geschafft werden, doch die Linken wollen den alten Platz erhalten.
| Gaby Mühlthaler
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Um diesen Bolzplatz an der Adam-Berg-Straße in Ramersdorf geht es.
Bernd Wackerbauer Um diesen Bolzplatz an der Adam-Berg-Straße in Ramersdorf geht es.

Ramersdorf - Viel Aufregung bei den Nachbarn des Garten-Centers Seebauer um die Erweiterungspläne des Unternehmens. Wie berichtet, möchte der Inhaber des Centers, Bernhard Gerstenkorn, auf dem Bolzplatz-Grundstück Mitarbeiter-Wohnungen errichten. Im Tausch bietet er der Stadt ein weit größeres Areal in der Nachbarschaft an. Ersatz für den Bolzplatz will Gerstenkorn auf dem Dach des aufgestockten Parkhauses schaffen.

Die Linke im Stadtrat hat nun beantragt, den heutigen Bolzplatz an der Adam-Berg-Straße zu erhalten und planungsrechtlich zu sichern. Die Fläche sei der Stadt vor mehr als 50 Jahren mit der Auflage übereignet worden, sie für Kinder und Jugendliche nutzbar zu machen. Diese Information hat Linken-Stadträtin Brigitte Wolf allerdings nicht bei offiziellen Stellen der Landeshauptstadt eingeholt. "Das hat mir die Initiative zum Erhalt des Bolzplatzes so mitgeteilt", erklärte Wolf auf Nachfrage der AZ.

Es gibt wohl Ungereimtheiten, denn wie Seebauer-Chef Gerstenkorn der AZ kürzlich mitteilte, hat er seine Archive erfolglos nach Belegen der Grundstücksübereignung durchforstet. Die Linke argumentiert, der Bolzplatz sei in der Grünanlagen-Satzung aufgeführt. Dies bedeutet aber nur, dass diese dort gilt. Der Flächennutzungsplan weist hingegen ein "Allgemeines Wohngebiet" aus.

Lesen Sie hier mehr: Mün­chen ist die am stärks­ten ver­sie­gelte Groß­stadt

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