Der Hauptbahnhof vergammelt!

Überall Müll, bröckelnder Putz und Urin – noch nie war der Hauptbahnhof so hässlich und gammelig wie heute. Die erschreckenden Fotos.
| Thomas Gautier
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Grau, hässlich, dreckig: Die Schauseite des Hauptbahnhofs.
Daniel von Loeper 24 Grau, hässlich, dreckig: Die Schauseite des Hauptbahnhofs.
Hier findet sich dieser verdreckte Abgang - er ist trotz der Bauarbeiten nicht gesperrt.
Thomas Gautier 24 Hier findet sich dieser verdreckte Abgang - er ist trotz der Bauarbeiten nicht gesperrt.
Willkommen in München! Ein Eckerl vorm Haupteingang.
Thomas Gautier 24 Willkommen in München! Ein Eckerl vorm Haupteingang.
Eine wilde Müllkippe ist auch die Baustelle an der Tiefgaragenabfahrt. Für die Reinigung ist eigentlich die Stadt zuständig.
Thomas Gautier 24 Eine wilde Müllkippe ist auch die Baustelle an der Tiefgaragenabfahrt. Für die Reinigung ist eigentlich die Stadt zuständig.
Dieser Einkaufswagen wird offenbar nicht mehr gebraucht.
Thomas Gautier 24 Dieser Einkaufswagen wird offenbar nicht mehr gebraucht.
Es wird Zeit - für eine Sanierung. Zum Beispiel bei dieser Lampe am Haupteingang.
Thomas Gautier 24 Es wird Zeit - für eine Sanierung. Zum Beispiel bei dieser Lampe am Haupteingang.
Das "T" steht nicht für Toilette.
Thomas Gautier 24 Das "T" steht nicht für Toilette.
Kabellos telefonieren.
Thomas Gautier 24 Kabellos telefonieren.
Hier hat jemand fürstlich gespeist.
Thomas Gautier 24 Hier hat jemand fürstlich gespeist.
Und hier hatte jemand eine gute Party.
Thomas Gautier 24 Und hier hatte jemand eine gute Party.
Immer schön durchlüften: Die zerdepperte Eingangstür eines Fast-Food-Restaurants.
Thomas Gautier 24 Immer schön durchlüften: Die zerdepperte Eingangstür eines Fast-Food-Restaurants.
Invasion der Brennnesseln: Ein Gleis am Starnberger Flügelbahnhof.
Thomas Gautier 24 Invasion der Brennnesseln: Ein Gleis am Starnberger Flügelbahnhof.
Gleich gegenüber: eine bröckelnde Ecke.
Thomas Gautier 24 Gleich gegenüber: eine bröckelnde Ecke.
Kaputte Glasscheiben - und ein Brett als Ersatz.
Thomas Gautier 24 Kaputte Glasscheiben - und ein Brett als Ersatz.
"Ich kaufe ein A", hieß es schon bei "Glücksrad". Ein E (ganz links) wäre auch vonnöten...
Thomas Gautier 24 "Ich kaufe ein A", hieß es schon bei "Glücksrad". Ein E (ganz links) wäre auch vonnöten...
Nicht nach oben schauen! Die Decke am Starnberger Bahnhof.
Thomas Gautier 24 Nicht nach oben schauen! Die Decke am Starnberger Bahnhof.
Rauer Charme: Der Abgang vom Starnberger Flügelbahnhof zu den U-Bahnen.
Thomas Gautier 24 Rauer Charme: Der Abgang vom Starnberger Flügelbahnhof zu den U-Bahnen.
Hier liegt der Ausgang des Kinder- und Jugendmuseums - die Betreiber haben eine ganz besondere Bitte.
Thomas Gautier 24 Hier liegt der Ausgang des Kinder- und Jugendmuseums - die Betreiber haben eine ganz besondere Bitte.
Wer braucht schon Putz? Ein Eck unterm Starnberger Bahnhof.
Thomas Gautier 24 Wer braucht schon Putz? Ein Eck unterm Starnberger Bahnhof.
Jeder kann malen - aber bitte nicht hier.
Thomas Gautier 24 Jeder kann malen - aber bitte nicht hier.
Das ist keine schiefe Kegelbahn - sondern eine altertümliche Fahrradrampe aus Holz.
Thomas Gautier 24 Das ist keine schiefe Kegelbahn - sondern eine altertümliche Fahrradrampe aus Holz.
Glas kaputt, Brett als Ersatz. Es ist so einfach.
Thomas Gautier 24 Glas kaputt, Brett als Ersatz. Es ist so einfach.
Gehört auch zum Hauptbahnhof: Die, nun ja, Ladenzeile an der Arnulfstraße.
Thomas Gautier 24 Gehört auch zum Hauptbahnhof: Die, nun ja, Ladenzeile an der Arnulfstraße.
Durch diese Tür geht keiner mehr.
Thomas Gautier 24 Durch diese Tür geht keiner mehr.

Überall Müll, bröckelnder Putz und Urin – noch nie war der Hauptbahnhof so hässlich und gammelig wie heute. Die erschreckenden Fotos.

Ludwigsvorstadt - Der Boden sieht aus wie ein überfallener Supermarkt: Leere Flaschen Wodka Zarewitsch, Jägermeister, Doppelkorn, Boonekamp, Pepsi oder Chantré, zerdrückte Schachteln L&M und Marlboro, eine ausgelöffelte Dose Maggi Ravioli, OCB-Zigarettenpapier, zwei Reebok-Schuhe und ein verdrehter Riegel Tabletten (Ibuprofen).

Und überall: Kronkorken. Die Münzen der Trinker.

Links und rechts geht’s so weiter: Müll, Müll, Müll, zwischen Bauzäunen, Zementsäcken und Schlafcontainern. Willkommen auf dem Bahnhofsvorplatz. Oder: Münchens größter Müllhalde. Vor der Abfahrt lässt die halbe Stadt am Hauptbahnhof ihren Abfall liegen, weggeräumt wird offenbar wenig, was Sache der Stadt wäre.

Und so verkommt der Ort – wie der Rest des Gebäudes: Immer wieder riecht es nach Urin. Putz bröckelt von der Decke, von der Wand. Die denkmalgeschützte Abfahrtshalle wirkt sauber – solange man nicht nach oben schaut: Eine dicke Schicht Staub, Schmutz und Taubenkot liegt auf Kabeln, Abfahrtstafeln und Türstöcken. Und wenn’s regnet, regnet’s auch rein.

Am Starnberger Flügelbahnhof haben Brennnesseln die Gleise überwuchert. An der Treppe zu den Büros im ersten Stock ist da das Glasgeländer gesprungen und dort ersetzt worden – durch ein Holzbrett. Die Decke ist voller schwarzer Flecken: Ist es Schmutz? Oder Schimmel?

Der Hauptbahnhof – nächster Halt: Schandfleck: „Total unansehnlich“, nennt auch der Münchner Architekt Moritz Auer das Gebäude. Er entwirft gerade ein neues. Endlich!

Im Untergrund klappt’s besser: Die Baustelle am Bahnhofsvorplatz gehört zum großen Umbau im Sperrengeschoss. Die MVG baut das U-Bahn-Stockwerk für 20 Millionen Euro um. Die Bahn saniert ihren S-Bahn-Trakt für 24 Millionen Euro. Unten wird alles neu gemacht. Oben rostet alles weiter vor sich hin.

Der Hauptbahnhof – noch nie war er so hässlich wie heute. Immerhin: Mit jedem Schritt in Richtung Innenstadt wird es zwar besser, schöner, sauberer.

Die Frage ist nur: Reicht uns das?

 

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