Der Fluch der bösen Tat: Fünf Anzeigen in zwei Tagen

Die Polizei schnappte einen 25-Jährigen, der den Beamten die Antenne vom Auto stehlen wollte. Bei der Festnahme stellte sich heraus: Der Mann hatte noch weitaus Schlimmeres auf dem Kerbholz.
| Ralph Hub
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Der 25-Jährige wurde wegen versuchten Diebstahls, Körperverletzung, Fahren unter Alkoholeinfluss und ohne Fahrerlaubnis angezeigt.
dpa Der 25-Jährige wurde wegen versuchten Diebstahls, Körperverletzung, Fahren unter Alkoholeinfluss und ohne Fahrerlaubnis angezeigt.

Dumm gelaufen: Die Polizei schnappte einen 25-Jährigen, der den Beamten die Antenne vom Auto stehlen wollte. Bei der Festnahme stellte sich heraus: Der Mann hatte noch weitaus Schlimmeres auf dem Kerbholz.

Ramersrof - Pech für den 25-jährigen Handwerker, dass es bei der Polizei keinen Mengenrabatt gibt! Doch jetzt erst einmal hübsch der Reihe nach.

Da wäre der Vorwurf der häuslichen Gewalt. Der Ramersdorfer soll, so berichten Zeugen, seine Frau am Montag auf offener Straße misshandelt haben. Er schlug der 24-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Doch nicht das Opfer erstattete Anzeige, sondern Zeugen. Deshalb bekam der Münchner am Montag Besuch von der Polizei und eine Anzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung.

Am selben Tag setzte er sich betrunken in seinen Ford Mondeo und rammte in der Aribonenstraße (Ramersdorf) einen geparkten Audi, der wiederum einen davor stehenden Hyundai demolierte. Dafür folgte Anzeige Nummer zwei: Unfall und Trunkenheit am Steuer.

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Die dritte Anzeige schrieb die Polizei, weil der Handwerker schon einige Zeit lang keinen Führerschein mehr besitzt. Damit ist er zusätzlich zum Unfall dran wegen Fahrens ohne Führerschein.

Die vierte Anzeige am Dienstag, eine Tag später, belegt, dass der Mann nicht unbedingt das ist, was manche Leute „die hellste Kerze auf der Torte“ nennen würden. Der Münchner hat nämlich versucht, an einem geparkten Polizeiauto im Helene-Mayer-Ring in Milbertshofen die Antenne zu klauen. Zwei Polizisten beobachteten ihn dabei. Als sie ihn ansprachen, stieg er in seinen Ford und brauste davon – logo, ohne Führerschein. . .

Die Beamten notierten sich das Kennzeichen. Als sie dem Verdächtigen wenig später einen Besuch abstatteten, musste sich der 25-Jährige erst einmal erkundigen, weshalb er diesmal Besuch von der Polizei bekam. Irgendwie hatte er zwischen der ersten und der vierten Anzeige ganz offensichtlich den Überblick verloren.

Anzeige Nummer fünf war fällig, als den Beamten süßlicher Geruch in die Nase stieg. Der Münchner hatte ein paar Gramm Marihuana in der Wohnung liegen. Damit ist der Handwerker nun auch noch wegen Drogenbesitz fällig – nur seine Frau, die hält noch immer zu ihm.

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