Das neue Haus am Oberanger

Am Oberanger entsteht ein Geschäftshaus, das für Diskussionen sorgen wird: eine Art Schuhschachtel-Architektur - aber mit filigraner Fassadengestaltung!
| Michael Heinrich, Myriam Siegert
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... und bei Tag.
AZ 8 ... und bei Tag.
Die aktuelle Baustelle von oben.
Daniel von Loeper 8 Die aktuelle Baustelle von oben.
Am Donnerstag war die Grundsteinlegung - mit Ulrich Huber, Peter Reidel, Per Pedersen, Carsten Fischer und Susanne Ritter.
Daniel von Loeper 8 Am Donnerstag war die Grundsteinlegung - mit Ulrich Huber, Peter Reidel, Per Pedersen, Carsten Fischer und Susanne Ritter.
Ein Foto von der Abbruchstelle im Sommer 2013.
Daniel von Loeper 8 Ein Foto von der Abbruchstelle im Sommer 2013.
Die Abrissarbeiten.
Daniel von Loeper 8 Die Abrissarbeiten.
So sieht's hier zum Glück nicht mehr aus.
Thomas Müller 8 So sieht's hier zum Glück nicht mehr aus.
Direkt gegenüber dem Camee-Neubau liegt die sensible, dekmalgeschützte Fassade  des Orag-Hauses
Martha Schlüter 8 Direkt gegenüber dem Camee-Neubau liegt die sensible, dekmalgeschützte Fassade des Orag-Hauses
So sah der Vorgängerbau aus: Das Eckhaus an der Hermann-Sack-Straße im Juli 2008.
Google Street View 8 So sah der Vorgängerbau aus: Das Eckhaus an der Hermann-Sack-Straße im Juli 2008.

Am Oberanger entsteht ein Geschäftshaus, das für Diskussionen sorgen wird: eine Art Schuhschachtel-Architektur - aber mit filigraner Fassadengestaltung!

Altstadt - Architekur in München - das ist nicht zuletzt seit der lebhaften AZ-Debatte über die „Schuhschachteln“ ein großes Thema. Ein weiteres Objekt der Diskussion dürfte ein neues Gebäude sein, das an sehr sensibler Stelle entsteht – direkt gegenüber dem denkmalgeschützten Orag-Haus am Oberanger.

Dort an der Ecke zur Hermann-Sack-Straße in repräsentativer und zentraler Altstadtlage errichten der Hamburger Projektentwickler DC Values und der Münchner Investor Ulrich Huber ein neues Büro- und Geschäftshaus.

Das Projekt trägt den klangvollen Namen „Camee“ (Bezeichnung für eine als erhabenes Relief aus einem Schmuckstein hergestellte Gravur).

Auf sechs Etagen entstehen hier 750 Quadratmeter Einzelhandels- und 2500 Quadratmeter Bürofläche.

Diese „hochwertigen Open-Space-Büros“, wie sie der Bauherr nennt, werden 2,70 Meter Raumhöhe haben und sollen individuell gestaltbar sein.

Am Donnerstag wurde der Grundstein gelegt, der Rohbau soll im Herbst 2014 stehen, die Gesamtfertigstellung ist für 2015 geplant.

Der Entwurf stammt vom Berliner Büro Prof. Volker Staab Architekten und wurde in einem internationalen Architektenwettbewerb ausgewählt.

Die Außenfassade des Hauses auf Privatgrund soll dank einer floralen Ornamentik besonders elegant aussehen, die Brüstungsgeländer der Dachterrasse aus Metall mit Baubronze soll Akzente setzen. 

Carsten Fischer, Geschäftsführer von DC Values, ist zufrieden: „Für uns ist es immer die größte Herausforderung, dass sich unsere Gebäude sensibel in das Stadtbild integrieren, besonders, wenn Alt- und Neubau aufeinanderstoßen. Mit dem Camee gelingt uns das perfekt an der hochspannenden Schnittstelle zwischen der Sendlinger Straße und dem Jakobsplatz.“

Das Projekt etabliere einen ganz neuen Stil und setze bei seiner Fassade Maßstäbe im Bezug auf die Neuinterpretation von historischen Fassaden in der Altstadt, sagt Fischer. 

Beim Bau wollen die Bauherren auch auf Nachhaltigkeit achten: So sollen ökologische Baumaterialien verwendet werden und es ist eine Dachbegrünung geplant.

Immerhin – zuvor stand an dieser Stelle ein eintönig grauer Steinklotz mit Metall-Rolläden.

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