Bluttat in Münchner Hotel wegen eines Tiktok-Videos: Polizei mit neuen Details
Update, 14.30 Uhr: Der Tatverdächtige im Fall der Körperverletzung im Hotel Verdi wurde festgenommen. Wie die Polizei berichtet, handelt es sich dabei um einen 39 Jahre alten Mann. Er stehe im Verdacht, dem 33-Jährigen die Verletzungen zugefügt zu haben. Die Hintergründe waren zunächst unklar.
Einem Polizeisprecher zufolge wählte ein Mitarbeiter des Hotels am Morgen den Notruf, nachdem der 33-Jährige mit sichtbaren Verletzungen am Oberkörper in die Lobby gekommen war. Ob er und auch der Tatverdächtige Gäste des Hotels waren, war demnach zunächst unklar. Wo die Auseinandersetzung stattgefunden hat, müsse ermittelt werden, sagte der Sprecher.
Der verletzte 33-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht. Die Ermittlungen laufen. Der 39-jährige Tatverdächtige soll einem Haftrichter vorgeführt werden, wie der Sprecher sagte.
Update, 11.28 Uhr: Es ging wohl um eine Geldforderung – die Münchner Polizei nennt weitere Details zum Großeinsatz in der Landwehrstraße. Ein 39-jähriger Mann wurde festgenommen. Mehrere Streifen waren im Einsatz. Die Mordkommission ermittelt.
Opfer trägt Verletzungen am Kopf und am Hals davon
Zwei Männer stritten demnach gegen 7 Uhr vor dem Hotel Verdi und gingen dann nach AZ-Informationen offenbar hoch in den dritten Stock. Plötzlich hörten Mitarbeiter viel Geschrei in unbekannter Sprache. Einer der beiden sei dann blutend wieder heruntergekommen, Hotel-Mitarbeiter haben laut Zeugen dann seine Wunde am Hals mit einigen Tüchern abgedrückt. Der Mann trug wohl stark blutende Verletzungen am Kopf und am Hals davon, mutmaßlich habe der Angreifer die Schlagader erwischt.
"Es besteht keine Lebensgefahr", sagte ein Polizeisprecher später: "Der Mann ist im Krankenhaus, und wir müssen die genauen Untersuchungsergebnisse abwarten, was die Verletzungen angeht." Das Opfer, ein 33-jähriger Senegalese mit Wohnsitz im Landkreis Miesbach, sei im Hotel eingecheckt gewesen.
Überall im Treppenhaus Blutspuren
Nach AZ-Informationen ging es bei dem Streit um Geld, genauer gesagt um Einnahmen aus einem Tiktok-Video. Der mutmaßliche Täter – ein 39-jähriger Senegalese ohne festen Wohnsitz – wurde festgenommen. Wie der Polizeisprecher ergänzte, werde der Mann vermutlich noch am Mittwoch dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der dann über die Haftfrage entscheide.

Laut Zeugen war eine zerschmetterte Flasche bei der Auseinandersetzung im Spiel. Durchs Treppenhaus habe sich eine Blutspur gezogen, auch auf den Stufen bildeten sich demnach kleinere Lachen. Auch an den Wänden habe Blut geklebt. Die Polizei sicherte vor Ort weitere Spuren. Einer der Supermarkt-Mitarbeiter verhinderte offenbar Schlimmeres und ging dazwischen.
Den Notruf hatte nach Polizeiangaben ein Mitarbeiter des Hotels gewählt, das Opfer der Bluttat sei in der Lobby aufgefunden worden. Der Bereich Landwehrstraße, Paul-Heyse-Straße und Goethe sei für mindestens eine Stunde gesperrt gewesen, größere Verkehrsbehinderungen waren die Folge. Die weiteren Ermittlungen in dieser Sache führt das Kommissariat 11. Gegenstand sei hierbei vor allem das eigentliche Tatgeschehen, so die Polizei.
Großeinsatz der Münchner Polizei: Goethestraße voll gesperrt
Erstmeldung, 10. Juni, 8.04 Uhr: Derzeit kommt es in einem Hotel in der Landwehrstraße in München zu einem Polizeieinsatz. Hier sei eine Körperverletzung begangen worden, gibt die Polizei bekannt.
Die Lage sei gesichert, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung. Es komme aber im Bereich des Hotels aufgrund des Einsatzes zu Verkehrsbehinderungen, bestätigte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage. So sei die Goethestraße voll gesperrt.
Nähere Details zur Tat sind aktuell nicht bekannt, der mutmaßliche Täter sei aber nicht flüchtig.
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