Biber verirrt sich in Münchner Freibad

Ein Biber hat sich im Dantebad in ein halb leeres Schwimmbecken verirrt. Aus eigener Kraft konnte der arme Kerl das Wasser nicht mehr verlassen. Die Feuerwehr half dem Biber aus der Patsche. 
von  Ralph Hub
Der Biber hockt leicht verängstigt unter einer Leiter.
Der Biber hockt leicht verängstigt unter einer Leiter. © Branddirektion

Der frühe Vogel fängt den Wurm, heißt es, und der frühe Biber hat den größten Badespaß. Zumindest am Anfang. Man kann aber auch ganz schnell in so einem Becken festsitzen, wie ein Münchner Biber jetzt im Dantebad lernen musste. Am Ende ging zum Glück alles gut für ihn aus.

Eigentlich ist es noch ein bisserl früh für die Freibadsaison. Doch das Dantebad hat das ganze Jahr über geöffnet. Im beheizten großen Freibecken kann man auch schwimmen, wenn's im Winter draußen kalt ist und schneit. Doch ein zweites, etwas am Rande des Geländes gelegenes Becken, war für die neue Saison noch nicht für die Gäste vorbereitet, zumindest nicht auf die mit nur zwei Beinen.

Die Biber-Badezeit

Am Samstagnachmittag hat ein Biber für sich ganz persönlich dort die Freibadsaison eröffnet. Er sprang in das halbleere Schwimmbecken, wo er dann aber festsaß. Mitarbeiter des Dantebads entdeckten den pelzigen Schwimmer. Da das Becken nur etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt war, hatte der Biber keine Möglichkeit, aus eigener Kraft das Becken zu verlassen, so ein Sprecher der Berufsfeuerwehr.

Die Biberleiter

Die Mitarbeiter wollten den Biber befreien. Dafür bauten sie eine Art Steg, an dem sie zusätzlich eine Leiter befestigten, um dem Nager den Ausstieg aus dem Wasser zu ermöglichen. Den Steg nahm das Tier zwar an, mit der Leiter als Ausstiegshilfe zeigte sich der Biber allerdings weniger zufrieden.

Die Biber-Rettung

Nachdem klar war, dass der Biber auf diesem Weg das Becken nicht freiwillig verlassen würde, verständigten die Angestellten des Freibads die Feuerwehr. Die Besatzung eines Kleinalarmfahrzeugs baute eine Holzrampe, über die der Biber das Becken schließlich verlassen konnte. Nach kurzer Bedenkzeit, so der Feuerwehrsprecher, "nahm der Nager das Angebot an und verließ unverletzt, ohne seine Helfer weiter zu beachten, das Becken". Der momentane Standort des Bibers sei nicht bekannt, so die Feuerwehr.

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