Bewaffneter Drogenhandel in München aufgeflogen: Rezeptfälscher sitzt in U-Haft

In der Wohnung des Verdächtigen werden starke Schmerzmedikamente, Drogen und auch Bargeld gefunden. Weil eine geladene Waffe in der Wohnung liegt, droht dem Münchner eine langjährige Freiheitsstrafe. 
von  Ralph Hub
Ein 23 Jahre alter Deutscher aus München ist von der Polizei wegen des Verdachts auf Drogenhandel festgenommen worden. (Symbolbild)
Ein 23 Jahre alter Deutscher aus München ist von der Polizei wegen des Verdachts auf Drogenhandel festgenommen worden. (Symbolbild) © Christoph Reichwein

Mit einem gefälschten Rezept wollte der Münchner in einer Apotheke am Laimer Platz ein betäubungsmittelhaltiges Medikament abholen. Doch die Mitarbeiter schöpften Verdacht und riefen die Polizei.

Handschellen klicken in der Apotheke

Zivilbeamte nahmen den verdächtigen Deutschen noch in der Apotheke fest. Der Mann ist nach Angaben eines Polizeisprechers bereits einschlägig bekannt im Präsidium. Mit einem richterlichen Beschluss durchsuchten Fahnder noch am selben Tag die Wohnung des Mannes in Milbertshofen. Dabei wurden Schmerzmittel wie Tilidin, Tavor, Rivotril, Buprenorphin und Oxydolor sichergestellt und beschlagnahmt. Außerdem lagen rund 5000 Euro in bar in der Wohnung herum, mutmaßlich Einnahmen aus Drogengeschäften.

Schusswaffe liegt griffbereit in der Wohnung des Verdächtigen

Zudem fanden die Beamten Utensilien zur Fälschung von Rezepten, Verpackungsutensilien für den Verkauf von Betäubungsmitteln und auch eine geladene und griffbereite Luftpistole. Die Waffe wird den Verdächtigen im Prozess voraussichtlich noch teuer zu stehen kommen. Es besteht der Verdacht des bewaffneten Drogenhandels in nicht geringer Menge. Dem Münchner drohen damit im Fall einer Verurteilung mindestens fünf Jahre Freiheitsstrafe.

Mutmaßlicher Dealer sitzt in der JVA

Der 23-Jährige wurde inzwischen dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der entschied, dass der mutmaßliche Dealer in Untersuchungshaft kommt. Er wurde in die JVA Stadelheim gebracht. Die weiteren Ermittlungen hat in dem Fall das Kommissariat 84 übernommen.

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