Beschlagnahmt: Münchner Student verliert Mercedes – nach riskanter Fahrt durch die Stadt

Der Student gerät wegen seines Fahrstils in eine Kontrolle. Am Ende ist der 20-Jährige nur mehr Fußgänger. Sein Führerschein ist weg, sein Mercedes ebenfalls. Warum das in diesem speziellen Fall juristisch kein Problem ist.
Ralph Hub
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Weil sich ein Raser in München bei einer Kontrolle  uneinsichtig und unkooperativ zeigte, haben Polizisten seinen Führerschein und sein Auto beschlagnahmt. (Symbolbild)
Weil sich ein Raser in München bei einer Kontrolle uneinsichtig und unkooperativ zeigte, haben Polizisten seinen Führerschein und sein Auto beschlagnahmt. (Symbolbild) © IMAGO

Der 20-Jährige aus München legte am Mittwochabend auf der Ludwigstraße einen flotten Reifen hin. Als ihn eine Zivilstreife stoppte, gab sich der Student ziemlich uneinsichtig, möglicherweise um die beiden jungen Frauen zu beeindrucken, die mit im Auto saßen.

Temporausch im Univiertel

In der Spitze war die C-Klasse in der Maxvorstadt nach Angaben der Polizei mit Tempo 110 in Richtung Schwabing unterwegs, erlaubt gewesen wären nur 50 km/h. Dazu überholte der Münchner zwischen Siegestor und Schellingstraße andere Autos riskant, indem er Zickzack fuhr. In der Arabellastraße wurde der Mercedes gestoppt.

Student gibt auch verbal noch Gas

Der Fahrer zeigte sich unkooperativ und uneinsichtig, so eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten die Polizisten kurzerhand den Benz. Rechtlich ist das möglich, da dem Fahrer Gefährdung des Straßenverkehrs sowie ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen vorgeworfen werden, erklärte die Polizeisprecherin. Der Mercedes sollte abgeschleppt werden. Doch plötzlich tauchten vier Freunde des Studenten auf, die das verhindern wollten. Sie behinderten laut Polizei den Abschlepper bei der Arbeit. Doch als weitere Streifenwagen in die Arabellastraße kamen, verkrümelten sich die Freunde des 20-Jährigen ganz schnell wieder.

Gefesselt auf die Polizeiwache

Der Student wollte noch immer nicht klein beigeben, möglicherweise weil seine beiden Begleiterinnen weiter zusahen. Sein gockelhafter Auftritt endete schließlich damit, dass die Polizisten dem 20-Jährigen Handfesseln anlegten und ihn zur Wache brachten. Dort musste er seinen Führerschein abgeben. Den braucht er die nächste Zeit sowieso nicht, denn der Mercedes bleibt beschlagnahmt. Die Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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15 Kommentare
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  • Hanswurst am 23.01.2026 10:35 Uhr / Bewertung:

    Herzlich willkommen bei den Fahrradfahrern. Wir suchen immer neue junge Talente. Bei uns sind Ampelsprints auch ohne Führerschein möglich. Treffpunkt morgens an jeder Ampel in München.
    Wir sehen uns...

    Danke an die Polizei für das konsequente Vorgehen!

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  • OnkelHotte am 23.01.2026 12:11 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Hanswurst

    Danke für die Einladung,
    .
    Ich fühle mich geehrt, nicht Teil eines elitären Zirkels zu sein, in dem Verkehrsregeln als grobe Handlungsempfehlungen gelten
    Ampeln sind hier kein Signal, sondern ein Startschuss, Kreuzungen dienen der Charakterbildung und der Führerschein wäre ohnehin nur Ballast bei der freien Entfaltung urbaner Selbstüberschätzung
    Treffpunkt „jede Ampel in München“ ist absolut folgerichtig –> schließlich braucht wahre Rücksichtslosigkeit kein Vereinsheim
    .
    Ich wünsche allzeit gute Fahrt, stabile Nerven bei allen anderen Verkehrsteilnehmern und hoffe, dass der Darwin-Award dieses Jahr wieder stark umkämpft ist

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  • OnkelHotte am 22.01.2026 23:11 Uhr / Bewertung:

    Yolo, mit ner C- Klasse auf dicke Hose machen, das sind uns die liebsten …
    Aber richtig, Kiste einkassiert und lappen auch …

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