Bei Christbaumbrand in Bogenhausen: Vater und Sohn verletzt – 50.000 Euro Schaden
Noch einmal die Kerzen am Christbaum anzünden, bevor er dann im Recyclinghof auf dem Kompost landet. Für einen Vater und seinen Sohn endete das am Dreikönigstag mit einer verwüsteten Wohnung und einer Rauchgasvergiftung. Die Feuerwehr warnt davor, Christbaumkerzen jetzt noch anzuzünden.
Feuer breitet sich in Sekunden aus
Alles ging am Dienstagabend gegen 23 Uhr blitzschnell in der Wohnung, die zwischen dem vornehmen Herzogpark und der Effnerstraße liegt. Plötzlich stand der mit Kerzen dekorierte Christbaum in Flammen. Als die Wohnungsinhaber, ein über 90 Jahre alter Rentner und sein Sohn (58), den Brand bemerkten, verständigten sie den Notruf. Vater und Sohn gelang es, den Brand weitgehend selbst zu löschen. Die Feuerwehr musste sich nur noch um ein paar glimmende und rauchende Überreste kümmern.
Vater und Sohn erleiden Rauchgasvergiftung
Beide Wohnungsinhaber wurden nach Polizeiinformationen leicht verletzt. Sie hatten eine Rauchgasintoxikation erlitten und mussten lediglich ambulant durch den Rettungsdienst behandelt werden.
Durch den Brand entstand ein Sachschaden von über 50.000 Euro. Das Kommissariat K13 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Nach Polizeiangaben hat vermutlich eine brennende Wachskerze das Feuer ausgelöst. Ein technischer Defekt wird derzeit als Brandursache ausgeschlossen.
Brandrisiko steigt zum Jahresbeginn stark an
Die Berufsfeuerwehr rät zu großer Vorsicht, wenn man zum Jahresbeginn nochmals die Kerzen am Weihnachtsbaum anzündet. Die Nadeln sind in den beheizten Wohnungen inzwischen extrem trocken und brennen wie Zunder.
"Das Risiko steigt jetzt von Tag zu Tag an", warnt ein Sprecher der Berufsfeuerwehr. In manchen Familien blieb der Christbaum früher traditionell bis Mariä Lichtmess am 2. Februar stehen, dieser Tag gilt als das offizielle Ende der Weihnachtszeit. Heutzutage trocknen Tannenbäume wegen Zentralheizungen schneller aus.
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