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"Bedeutung offensichtlich immer noch nicht bekannt": Das moniert die Polizei nach Unfall am Allacher Tunnel

Bei dem Unfall auf der Autobahn 99 werden zwei Menschen verletzt, die Einsatzkräfte müssen das Nadelöhr Allacher Tunnel anschließend vollständig sperren. Dass sich die Reinigung der Fahrbahn massiv verzögerte, hatte einen Grund, so die Polizei.
Guido Verstegen
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Die Polizei ermittelt zur Unfallursache, über die Schadenshöhe liegen der Branddirektion keine Angaben vor.
Die Polizei ermittelt zur Unfallursache, über die Schadenshöhe liegen der Branddirektion keine Angaben vor. © Berufsfeuerwehr München

Update, 11. Juni, 8.28 Uhr: Die Verkehrspolizeiinspektion hat zu dem Unfall auf der A99 in Richtung Lindau nachberichtet. Demnach musste der Allacher Tunnel nach dem Unfall mit insgesamt fünf beteiligten Fahrzeugen für etwa zwei Stunden komplett gesperrt werden. Bis zum Nachmittag sei es zu Behinderungen gekommen, die rechte Fahrspur habe man schließlich gegen 17.15 Uhr wieder freigegeben können.

"Bedeutung und Notwendigkeit einer Rettungsgasse offensichtlich immer noch nicht bekannt"

Da die Autobahn durch auslaufende Betriebsstoffe massiv verunreinigt gewesen sei, habe diese durch die Autobahnmeisterei gesäubert werden müssen. Die Polizei nannte auch die Gründe: "Die Reinigung verzögerte sich eklatant, da etlichen Verkehrsteilnehmenden die Bedeutung und Notwendigkeit einer Rettungsgasse offensichtlich immer noch nicht bekannt ist." Ein Polizeibeamter habe fußläufig den betreffenden Verkehrsteilnehmenden erklären müssen, "dass sie die Rettungsgasse freizumachen haben, da mit den Fahrzeugen kein Durchkommen mehr möglich war".

Kaum sei die Gasse schließlich "mühsam" frei geräumt worden, sei es vielen Verkehrsteilnehmern auch nicht möglich gewesen, diese freizuhalten: "Glücklicherweise kam es bei diesem Zusammenstoß nicht zu schweren Verletzungen, da Rettungskräfte ansonsten schlichtweg nicht rechtzeitig hätten Hilfe leisten können."

Keine Rettungsgasse gebildet: Das droht an Bußgeldern

Die Polizei weist nochmals darauf hin, dass bei stockendem Verkehr unverzüglich eine Rettungsgasse zu bilden ist: "Alleine das Nichtbilden einer Rettungsgasse kann bereits mit 200 Euro Bußgeld und einem Monat Fahrverbot geahndet werden." Auch das verbotswidrige Durchfahren einer Rettungsgasse könne mit 240 Euro und einem Monat Fahrverbot geahndet werden. Bußgelderhöhungen gebe es zusätzlich bei Behinderungen, Gefährdungen oder Unfall.

Den Angaben zufolge war ein 46-jähriger Fahrzeugführer aus München nach einem Spurwechsel vom linken auf den nebenliegenden rechten Fahrstreifen einem anderen Pkw aufgefahren, wodurch dieser wiederum auf das vor ihm fahrendes Auto und dieses schließlich in einen Lastwagen geschoben wurde. Durch umherfliegende Trümmerteile sei ein weiteres Fahrzeug beschädigt worden. Drei Wagen mussten abgeschleppt werden, zwei Menschen wurden leicht verletzt, eine Person kam ins Krankenhaus.

Am Allacher Tunnel: Zwei Verletzte nach Unfall auf der A99 

Erstmeldung, 10. Juni, 16.45 Uhr: Am Dienstag ist es auf der Autobahn A99 in Richtung Lindau kurz nach dem Allacher Tunnel ein Unfall ereignet, in den insgesamt drei Autos und ein Lastwagen verwickelt waren.

Gegen 11 Uhr hatte die Leitstelle München die Einsatzkräfte der Feuerwehr alarmiert. Vor Ort stellte heraus, dass bei dem Unfall zwei Menschen leicht verletzt worden waren, teilte die Feuerwehr weiter mit.

Die Einsatzkräfte sperrten demnach den Autobahnabschnitt, kümmerten sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um die Erstversorgung der Betroffenen und stellten den Brandschutz "für die deformierten Fahrzeuge" sicher.

 Allacher Tunnel muss komplett gesperrt werden

Da Betriebsstoffe in größeren Mengen ausgetreten seien, habe man zudem Ölbindemittel genutzt, um eine Verunreinigung der Umwelt einzudämmen. Nachdem die Polizei die Unfallaufnahme vor Ort abgeschlossen hatte, unterstützte die Feuerwehr bei den weiteren Aufräumungsarbeiten.  

Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen und der Bergungsarbeiten musste der Allacher Tunnel für mindestens eine Stunde komplett gesperrt werden. Die Polizei ermittelt zur Unfallursache, über die Schadenshöhe liegen der Branddirektion keine Angaben vor.

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  • Sarrazinhatrecht vor 2 Minuten / Bewertung:

    Kein Spurenwechsel im Tunnel erlauben!

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  • kartoffelsalat vor 6 Minuten / Bewertung:

    "Die Reinigung verzögerte sich eklatant, da etlichen Verkehrsteilnehmenden die Bedeutung und Notwendigkeit einer Rettungsgasse offensichtlich immer noch nicht bekannt ist."

    Ja, so ist das wenn die StVO außer Kraft ist und sich keiner traut das klar zu benennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Absolutes Versagen der Ordnungsbehörden & Politik.

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  • Bürger Europas vor 53 Minuten / Bewertung:

    Vielleicht sollten die Entwickler von Verkehrsregeln mal darüber nachdenken, wieso die Rettungsgasse nie gebildet wird.
    Es ist A) nicht intuitiv und
    B) Einladung für Kolonnenspringer und Motorradfahrer (der Anständige ist wieder mal der dumme)
    D) hat fast jede Autobahn eine Standspur, die viel besser als Rettungsstreifen verwendet werden könnte.

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