Bau in neun Dimensionen

Der neue Sitz des Evangelischen Landeskirchenamtes an der Katharina-von-Bora-Straße wurde gestern eingeweiht.
| Linda Jessen
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Landesbischof Bedford-Strohm bei der Ansprache zu Weihe.
Linda Jessen 11 Landesbischof Bedford-Strohm bei der Ansprache zu Weihe.
Synodalpräsidentin Annkathrin Preidel spricht von einem nachhaltigen Projekt.
Linda Jessen 11 Synodalpräsidentin Annkathrin Preidel spricht von einem nachhaltigen Projekt.
Architekt Wolfgang Lorch: "Das Gebäude ist eine Antwort auf die architektonische Umgebung."
Linda Jessen 11 Architekt Wolfgang Lorch: "Das Gebäude ist eine Antwort auf die architektonische Umgebung."
Eröffnungsgottesdienst in St. Bonifaz
Linda Jessen 11 Eröffnungsgottesdienst in St. Bonifaz
Landesbischof Bedford-Strohm führt den gemeinsamen Zug von der Kirche zum Landeskirchenamt.
Linda Jessen 11 Landesbischof Bedford-Strohm führt den gemeinsamen Zug von der Kirche zum Landeskirchenamt.
Die gefalteten Rauten des Stahldaches
Linda Jessen 11 Die gefalteten Rauten des Stahldaches
Dreidimensionale Fassade - sogar die Fenster sind gefaltet
Linda Jessen 11 Dreidimensionale Fassade - sogar die Fenster sind gefaltet
Das Treppenhaus ist der Stolz der Architekten.
Linda Jessen 11 Das Treppenhaus ist der Stolz der Architekten.
Das offene Dach der Terasse im 5. Stock.
Linda Jessen 11 Das offene Dach der Terasse im 5. Stock.
Architektonische Feinheiten
Linda Jessen 11 Architektonische Feinheiten
Das Landeskirchenamt an der Katharina-von-Bora-Straße.
Linda Jessen 11 Das Landeskirchenamt an der Katharina-von-Bora-Straße.

Der neue Sitz des Evangelischen Landeskirchenamtes wurde gestern eingeweiht.

Maxvorstadt - Nach 20 Monaten Bauzeit konnte Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm den Neubau an der Katharina-von-Bora-Straße 7 gestern einweihen. Von einem „Tag der Freude“ sprach der Bischof beim Festgottesdienst, der ganz im Sinne der Nachbarschaftlichkeit in der katholischen St. Bonifaz-Kirche gefeiert wurde.

Auf einer Gesamtfläche von 5700 Quadratmetern sind hier 90 Büroräume für über 100 Mitarbeitende sowie Besprechungsräume entstanden – teilweise sind die Räume schon bezogen. In dem Gebäude werden künftig all die Mitarbeiter, die zuvor auf verschiedene Stadtorten in München verteilt waren unter einem Dach arbeiten.

Unter einem Dach, das architektonisch durchaus bemerkenswert ist. Wie auch die Fassade und die unteren Fenster ist es dreidimensional gefaltet, über der Terrasse öffnet es sich symbolträchtig zum Himmel hin.

Annekathrin Preidel, Präsidentin der Landessynode, hingegen sprach von ganzen neun Dimensionen des faltigen Bauwerks. Neben den raumumfassenden, die aus dem Geometrieunterricht bekannt sind, kämen viertens das Geld, fünftens die Zeit und sechstens die Bauschaffenden hinzu. Die siebte Dimension, seien die Menschen, die in der neuen Zentrale arbeiten. Die achte und neunte Dimension schließlich seien die spirituelle Komponente und die Vision.

Die vierte Dimension am Bau beträgt in diesem Fall rund 19,5 Millionen Euro, hinzu kommen 2,15 Millionen für die große Innenraumsanierung des angeschlossenen Altbaus, der nach über 50 Jahren eine Frischekur bekam.

Und weil die Kirche, wie Bedford-Strohm erinnerte, auch immer in der Pflicht steht, die göttliche Schöpfung zu erhalten, wurde in der Planung besonders auf ökologische Nachhaltigkeit geachtet. Sowohl die Heizung als auch die Kühlung sind geothermisch geregelt, im gesamten Gebäude wurden Niedrigstenergiekomponenten und ökologisch einwandfreie Materialien verbaut, die zum großen Teil aus der Region kommen. All das sei kein Luxus, sondern ein Beitrag zum guten Betriebsklima, befand Bedford-Strohm.

Den Menschen ein Wohlgefallen eben.

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