BA beobachtet die Danubia

Der Bezirksausschuss 12 Schwabing-Freimann ruft in einem Flugblatt, das in der nächsten Sitzung verteilt werden soll, die Bürger dazu auf, Vorfälle im Umfeld der Burschenschaft Danubia konsequent zu melden.
| Linda Jessen
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Hier wohnte die Danubia vor dem Umzug: In der Möhlstraße in Bogenhausen
Gregor Feindt Hier wohnte die Danubia vor dem Umzug: In der Möhlstraße in Bogenhausen

Schwabing - Die Organisation wird vom Bayerischen Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Bestrebungen beobachtet. Die Burschenschaft ist erst seit Mai dieses Jahres in einem Anwesen an der Potsdamer Straße ansässig.

Zuvor hatte sie ein Haus in Bogenhausen besessen. Im Umfeld der Potsdamer Straße wurden seither unter anderem Schmierereien mit rechtsextremen Symbolen gesichtet, darunter das Lambda der Identitären Bewegung – Danubia bestreitet, dafür verantwortlich zu sein.

Sowohl von Linken als auch von Rechten werden immer wieder Aufkleber an Laternenmasten gepappt – die der Letzteren richten sich unter anderem gegen die Flüchtlingspolitik.

Die Burschenschaft ihrerseits berichtet von Hausfriedensbruch durch linke Aktivisten am 10. August. Diesen Vorfall und damit zusammenhängende, ausgetauschte Beleidigungen bestätigt die Polizei.

"Wichtig ist, dass die Nachbarn wieder in Ruhe schlafen können"

Der BA-Vorsitzende Werner Lederer-Piloty hofft, mit den Burschen ins Gespräch zu kommen, um zumindest für ein friedliches Zusammenleben in der Nachbarschaft zu sorgen. Er sagt: „Wichtig ist erst einmal, dass die Nachbarn wieder in Ruhe schlafen können.“

Denn seit August gingen bei der Polizei mehrfach Anzeigen wegen Lärmbelästigung ein. Die Polizei bestätigt, dass mehrmals Beamte wegen zu lauter Musik mitten in der Nacht anrücken mussten.

Lederer-Piloty weist allerdings auch noch auf ein anderes Problem hin: „Das Anwesen ist baurechtlich ein Wohnhaus – die Nutzung als Clubhaus, oder wie geplant als Wohnheim zur Unterbringung von Studenten, ist also nicht zulässig. Dazu braucht es eine Genehmigung der Lokalbaukommission (LBK).“ Die Nachbarschaft berichte allerdings von einer Bautätigkeit. „Das wäre dann Schwarzbau“, stellt BA-Chef Lederer-Piloty klar.

Die Burschenschaft Danubia wollte sich auf AZ-Anfrage nicht zu den Vorgängen um ihr Gebäude und weiteren Plänen äußern.

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