AZ-Stadtspaziergänger: Die Sendlinger Straße - wo früher die AZ wohnte

Die gute, alte Sendlinger Straße. Früher die Heimat von AZ und SZ – heute fast autofrei und recht edel geworden.
| Sigi Müller
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Blick auf die ehemaligen Verlagshäuser von SZ (rechts) und AZ (die drei Häuser daneben). Schick ist es hier geworden.
Sigi Müller 5 Blick auf die ehemaligen Verlagshäuser von SZ (rechts) und AZ (die drei Häuser daneben). Schick ist es hier geworden.
Das schönste Haus in der Sendlinger Straße: das Asamhaus mit seinem Schmuck aus dem 18. Jahrhundert.
Sigi Müller 5 Das schönste Haus in der Sendlinger Straße: das Asamhaus mit seinem Schmuck aus dem 18. Jahrhundert.
Korsetts? Gibt es seit 2015 nicht mehr.
Sigi Müller 5 Korsetts? Gibt es seit 2015 nicht mehr.
Die alten Verlagshäuser im Jahr 2008.
Sigi Müller 5 Die alten Verlagshäuser im Jahr 2008.
Bummeln ohne Platzangst: Das geht jetzt eindeutig besser, so (fast) ganz ohne Autos.
Sigi Müller 5 Bummeln ohne Platzangst: Das geht jetzt eindeutig besser, so (fast) ganz ohne Autos.

Altstadt - Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, als die Abendzeitung noch in der Sendlinger Straße war. Mit dem Auto eher ein Chaos, die Straße in der Regel voll. Parkplätze keine – oder, sehr beliebt, in der zweiten Reihe.

Nun läuft ja seit einiger Zeit das Projekt Fußgängerzone, wenn auch im Moment erstmal als Versuch. Blumenkübel säumen die Straße und es wirkt schon fast so wie ein echter autofreier Bereich. Ab und zu hat man das Gefühl, man kann der Sache doch nicht ganz trauen, aber bis auf einige Ausnahmen fahren hier wirklich keine Autos mehr.

Sigi-Sommer-Denkmal blickt Richtung AZ-Gebäude

Nähert man sich vom Marienplatz, sieht man zuerst das Denkmal von Sigi Sommer – mit Blick dahin, wo früher die AZ war. Die ehemalige Adresse lautete Sendlinger Straße 10: zwei Altbauten und ein Bau von Ende der 60er Jahre, der inzwischen durch einen Neubau ersetzt worden ist. Alles gehört heute zum Einkaufsquartier Hofstatt. Und in dem alten Verlagsgebäude der Süddeutschen Zeitung, gleich nebenan, ist es stockdunkel geworden. Gehen Sie doch einfach mal rein in den Laden einer amerikanischen Modemarke, dann wissen Sie, was ich meine.

Ansonsten: Alteingesessene Läden oder Handwerksbetriebe mischen sich mit Neuem. Ärzte, Anwälte, Cafés – und das das alte Hackerhaus. Eine bunte Mischung. Wunderschön die Asamkirche und das Asamhaus aus dem 16. Jahrhundert. Die schöne Stuckfassade stammt freilich aus dem Jahr 1734. Und wer Ruhe sucht, der findet sie im Asamhof mit seinen netten Lokalen.

Das schönste Ladenschild hängt am anderen Ende

Das schönste und sicher auch älteste Ladenschild jedoch hängt am anderen Ende, führt allerdings in die Irre denn die "Lewandowski Korsetten" - Miederwaren, die es dort seit dem Jahr 1885 zu kaufen gab - gibt es auch nicht mehr. Mit 75 Jahren hat sich Inhaberin Adelinde Dilz 2015 zur Ruhe gesetzt.

Im Herbst fällt die endgültige Entscheidung über die Zukunft der Straße. Und ich fände es schön, wenn man dann – auch optisch hergerichtet – das Gefühl hätte, in einer kleinen, aber feinen Fußgängerzone zu bummeln.

In diesem Sinne eine schöne Woche
Ihr Sigi Müller

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