Autofahrer fährt absichtlich Radler um: Polizei beschlagnahmt Führerschein

Ein Streit um zu geringen Überholabstand eskaliert in München: Ein 25-jähriger BMW-Fahrer wendet, steuert aus Wut direkt auf einen 58-jährigen Radler zu und verletzt ihn. Nun ermittelt die Polizei, Führerschein und Auto sind beschlagnahmt.
Hüseyin Ince
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Der Radler (58) hatte das Gefühl, dass der Autofahrer den Mindestabstand nicht eingehalten hatte und schrie den Mann am Lenkrad an.
Der Radler (58) hatte das Gefühl, dass der Autofahrer den Mindestabstand nicht eingehalten hatte und schrie den Mann am Lenkrad an. © IMAGO/Sachelle Babbar

Zwei Münchner sind am Samstag (13. Juni) kurz vor 10 Uhr in der Nähe des Hönigschmidplatzes im Münchner Westen unterwegs gewesen. Der eine, ein 25-Jähriger, lenkte seinen BMW 340i, der andere, ein 58-Jähriger fuhr mit dem Radl. Beide rollten stadtauswärts.

Auf Höhe der Hausnummer 5 überholte der BMW-Fahrer den Radler. Der 58-Jährige fauchte den Autofahrer laut an, weil er das Gefühl hatte, dass der 25-Jährige viel zu wenig Abstand gehalten hatte. Die beiden Männer beleidigten sich nun gegenseitig.

Autofahrer fühlte sich beleidigt und wollte wohl den Radler erschrecken

Der Ältere regte sich so sehr auf, dass er wohl versuchte, die Beifahrertüre des BMWs aufzureißen. Der 25-Jährige fuhr daher los. Der Streit hätte nun zu Ende sein können. Doch das war es noch nicht. Der BMW-Fahrer drehte nämlich um und steuerte - wohl aus Wut - seinen Kombi direkt auf den Radler zu.

Offenbar bremste der 25-Jährige kurz vor dem 58-Jährigen ab. Doch er muss sich verschätzt haben. Das Auto fuhr gegen das Rad und stieß auch noch mit einem geparkten Pkw zusammen. Der Radler stürzte und verletzte sich dabei. Er erlitt Prellungen an den Beinen und hat sich möglicherweise die Nase gebrochen.

Führerschein und Fahrzeug beschlagnahmt

Ein Sanka brachte den 58-Jährigen in eine Münchner Klinik. Beide Pkw wurden erheblich beschädigt. Der Pkw des 25-Jährigen wurde als Beweismittel sichergestellt und abgeschleppt. Auch den Führerschein des jungen Mannes, einem Finance Manager, stellte die Polizei sicher.

Nicht nur, dass der 25-Jährige vorerst kein Auto und keinen Führerschein mehr hat. Ihn erwartet auch einiges an behördlichem Ärger. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Sachbeschädigung ermittelt.

Doch auch der 58-Jährige wurde angezeigt, wegen Beleidigung sowie Bedrohung.

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  • rfi vor 13 Stunden / Bewertung:

    Wer im Streit seinen Kontrahenten absichtlich anfährt, hat sich nicht im Griff und ist damit zum Führen eines Kraftfahrzeugs charakterlich ungeeignet. Also Führerschein weg. Ein Depp weniger auf Münchens Straßen.

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  • rfi vor 13 Stunden / Bewertung:

    Lappen weg, und zwar für JAHRE.

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  • Der wahre tscharlie vor 16 Stunden / Bewertung:

    Ach der Nächste, der sein Auto als Waffe, diesmal gegen einen Radler einsetzt.
    Da scheint wohl anatomisch etwas schief gelaufen zu sein, denn denken tut man eigentlich mit dem Kopf und nicht mit dem rechten Fuß.

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