Aufschrei wegen einer Kastanie

Oft müssen wunderschöne Bäume wegen Neubauten gefällt werden, das ist nachvollziehbar. Trotzdem gibt es immer zwei Sichtweisen bei solchen Entscheidungen.
von  Fred König
Ein wunderschöner Baum, den es wohl bald nicht mehr gibt, mit Regenbogen im Hintergund.
Ein wunderschöner Baum, den es wohl bald nicht mehr gibt, mit Regenbogen im Hintergund. © Fred König

Schwabing - AZ-Leser Fred König aus Schwabing ärgert sich über einen Fall in seiner Nachbarschaft und schreibt:

"Manchmal bekommt man ja einen dicken Hals. In diesem Fall bei einer der schönsten Kastanien Münchens, die in ein paar Tagen zugunsten eines Garagen-Baus in der Franz-Joseph-Straße gefällt werden soll.

Die Baugenehmigung wurde erteilt - wie auch immer. Aber in einem Ländle, in dem Kinder von Abgeordneten als Bürokräfte angestellt werden, wundert einen ja nichts. Das Fällen der Kastanie (in einem riesigen, parkähnlichen Hinterhof-Ensemble zwischen Franz-Josef- und Hohenstaufen-Straße) wird wohl nicht zu verhindern sein.

Die Kastanie sieht man nicht von den Straßen aus - und was man nicht sieht, kann offensichtlich ruhig weg. Egal wie alt, egal wie schön. Geht ja nur um großartige Natur mitten in der Stadt."

 

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