Auf spielende Kinder gezielt: "Person mit Pistole" löst Großeinsatz in München aus

Die Kinder werfen Wasserbomben, als sie eine Person am Fenster entdecken, die offenbar mit einer Waffe auf sie zielt. Das Kommissariat 26 der Münchner Polizei ermittelt wegen einer Bedrohung.
von  Ralph Hub
Die Münchner Polizei war mit mehreren Streifen im Einsatz. (Symbolbild)
Die Münchner Polizei war mit mehreren Streifen im Einsatz. (Symbolbild) © Daniel Karmann/dpa

Die Kinder hatten sich gerade auf dem Gehweg vor dem Mehrfamilienhaus und im Innenhof des Gebäudes in Obergiesing eine Schlacht mit Wasserbomben geliefert, als sie an einem der Fenster des Hauses eine Person wahrnahmen. Und die zielte in ihren Augen mit einer Pistole auf sie.

Mit Pistole aus dem Fenster auf Kinder gezielt? Polizei ermittelt Wohnungsinhaber

Die die drei Buben im Alter zwischen elf und 13 Jahren verständigten am Dienstag gegen 18 Uhr ihre Eltern und die wiederum den Polizeinotruf. Ein Zug einer Spezialeinheit des Unterstützungskommandos (USK) mit etwa zwei Dutzend Beamten wurde an den Tatort geschickt, dazu weiter 15 Streifenwagen. Insgesamt waren etwa 40 Beamte im Einsatz.

Die Kinder konnten den Polizisten ein bestimmtes Fenster in einem der oberen Stockwerke nennen. Die Spezialkräfte klingelten an der Tür. In der Wohnung befanden sich drei Personen, die von dem Großeinsatz ziemlich überrascht wirkten. Alle zeigten sich laut Polizei kooperativ. Eine Schusswaffe wurde in der Wohnung nicht gefunden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Ein konkreter Tatverdacht gegen eine der Personen habe sich nicht ergeben.

Polizei hält Schilderungen der Kinder für glaubwürdig  

Die Schilderungen der Kinder waren aber so klar und auch übereinstimmend, dass die Polizei davon ausgeht, dass es kein Lausbubenstreich war. Denkbar wäre, dass die Kinder vielleicht ein Fenster verwechselt haben. Die Polizei zog daraufhin wieder ab. 

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