Auf geht's zum Isartor - ins Valentin-Karlstadt-Musäum

AZ-Stadtspaziergänger Sigi Müller besucht diesmal das Valentin-Karlstadt- Musäum im Isartor – für Freunde des bayerischen „Sprach-Anarchisten“.
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Markante Züge: das schmale Gesicht von Karl Valentin in Bronze.
Sigi Müller 6 Markante Züge: das schmale Gesicht von Karl Valentin in Bronze.
Stubnmusi: Im brechend vollen Turmstüberl des Karl-Valentin-Musäums spielen und singen jeden ersten Dienstag im Monat von 15 bis 17 Uhr die Turmschwaiberl
Sigi Müller 6 Stubnmusi: Im brechend vollen Turmstüberl des Karl-Valentin-Musäums spielen und singen jeden ersten Dienstag im Monat von 15 bis 17 Uhr die Turmschwaiberl
Früh frech gschaut: Karl Valentin (Kreis) besuchte die Klenzeschule.
Sigi Müller 6 Früh frech gschaut: Karl Valentin (Kreis) besuchte die Klenzeschule.
Ja, wo sans denn? Ein Nest ungelegter Eier in der Ausstellung.
Sigi Müller 6 Ja, wo sans denn? Ein Nest ungelegter Eier in der Ausstellung.
Eine völlig fremde Frau als erster Anblick: Valentin über seine Hebamme.
Sigi Müller 6 Eine völlig fremde Frau als erster Anblick: Valentin über seine Hebamme.
Die Ausstellung im Karl-Valentin-Musäum von oben.
Sigi Müller 6 Die Ausstellung im Karl-Valentin-Musäum von oben.

AZ-Stadtspaziergänger Sigi Müller besucht diesmal das Valentin-Karlstadt-Musäum im Isartor – für Freunde des bayerischen „Sprach-Anarchisten“.

Altstadt - Gar nicht krank ist auch nicht gesund – so gesehen, weiß man nicht wirklich sicher, wer grad krank oder nur nicht gesund ist, wenn man durch die Stadt geht. So ein bisschen von beidem sind wohl grad die meisten.

Winterzahnstocher für kälteempfindliche Zähne

Das Valentin-Karlstadt-Musäum im Isartor war dieses Mal mein Ziel, und obwohl ich schon ab und zu dort war, finde ich immer wieder noch etwas Neues. Da sind die Sprüche an der Wand, die der Querdenker geprägt hat, aber auch viele Utensilien aus seinem Arbeitsleben, und man sieht, dass Karl Valentin recht hat, wenn er sagt: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“

Zunächst also die enge, winkelige Treppe hoch zum ersten Stock. An der Wand ein Winterzahnstocher mit einem kleinen weißen Pelz. Wer kälteempfindliche Zähne hat, wird’s dem Meister danken. Aus der Wand ragen die Beine des Maurers, der sich vor lauter Übereifer selbst eingegipst hat. Das leere Nest mit ungelegten Eiern, Musikinstrumente, Schminkutensilien und mehr. Nehmen Sie sich Zeit, auch wenn das Musäum klein scheint, ist es vollgestopft mit Interessantem und Witzigem.

Im Stüberl spielen die "Turmschwaiberl"

Wieder auf die Treppe, und wir stehen im Kino. Hier laufen die Klassiker. Das Zusammenspiel mit Filmpartnerin Liesl Karlstadt treibt auch heute noch die Tränen in die Augen und erhöht den Eigenanteil an Lachfalten, und man sieht an den Gesichtern der Zuschauer, dass dieser Humor auch heute noch funktioniert.

Im Raum viele Schwarzweißbilder, eine Büste von Liesl Karlstadt und auf der Treppe zum Turmstüberl in einer Nische noch ein Marmorkuchen, natürlich aus Marmor. Oben angekommen das gemütliche Stüberl, bei meinem Besuch proppenvoll, denn jeden ersten Dienstag im Monat spielen die Turmschwaiberl.

Auf Karl Valentins Spuren durch das Isarviertel

Wissen sie schon, dass man ein weiches Ei nicht als Zahnstocher benutzen soll? Gehen sie mal ins Musäum, dann erfahren sie das – und noch sehr viel mehr. Unbedingt probieren, die Weißwürste, natürlich vor 12 Uhr.

In diesem Sinne eine schöne Woche, Ihr Sigi Müller

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