Verdächtiger Gegenstand in Tram: Polizeieinsatz in Arnulfstraße legt Verkehr lahm
Update, 15.46 Uhr: Wie die Polizei am Nachmittag weiter mitteilt, hatten mehrere Personen den Polizeinotruf gewählt. Eine Person habe sich mit einem Messer in einer fahrenden Tram selbst verletzt.
Gefahreninhalte in Rucksack? Auch Diensthund im Einsatz
In der Folge hätten die verletzte Person und die restlichen Fahrgäste die Straßenbahn an der Haltestelle "Briefzentrum" in der Arnulfstraße die Tram verlassen. Ein größerer Polizeieinsatz mit einer Vielzahl von Streifen schloss sich an.
Die Einsatzkräfte stießen vor Ort den Angaben zufolge auf den Verletzten, einen 31-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in München. Der Mann kam ins Krankenhaus.
Der von dem Mann in der Tram zurückgelassene Rucksack wurde von darauf spezialisierten Beamten und einem Diensthund auf mögliche Gefahreninhalte hin untersucht – die Überprüfung ergab keine derartigen Hinweise.
Vorfälle in einer Tram: Polizei geht Notruf nach
Update, 13.13 Uhr: Die Polizei gibt Entwarnung. Der Rucksack, den die Polizei zur Sicherheit untersucht hat, stellte sich als unbedenklich heraus. Die Verkehrssperrung der Arnulfstraße konnte dementsprechend aufgehoben werden.
Erstmeldung vom 3. März, 12.20 Uhr: Da ist Geduld gefragt: Auf der Arnulfstraße staut sich derzeit der Verkehr in Höhe des ehemaligen Briefzentrums – die Straße ist in beide Richtungen voll gesperrt. Was steckt dahinter?
Gegen 11.10 Uhr ist ein Notruf wegen eines Vorfalls in einer Tram der Linie 17 eingegangen, teilt die Polizei auf AZ-Anfrage mit. Die erste Einordnung der Zeugen, dass es sich um eine Messerstecherei handele, bewahrheitete sich den Angaben zufolge nicht.
Mann verletzt sich mit Messer und flüchtet
Eine gesuchte Person, die sich wohl selbst mit einem Messer verletzt haben soll, wurde laut Angaben der Polizei inzwischen gefunden. Sie befinde sich in Polizeigewahrsam und werde ärztlich versorgt. Die Tram stehe derzeit weiterhin leer, alle Fahrgäste hätten sie verlassen. Der Verkehr steht für Autos wie Tram weiterhin in beide Richtungen still. Es gehen zudem regelmäßig Notrufe zu der Angelegenheit ein.
Weil der Verdächtige seinen Rucksack in der Straßenbahn ließ, werde der Zug genau durchsucht. Auch ein Einsatz von Sprengstoffhunden sei nicht ausgeschlossen. Laut einer Polizeisprecherin waren zur Klärung der Situation etwa zehn Streifen im Einsatz.
Anmerkung der Redaktion: Noch ist die Sachlage nicht geklärt, es sei aber betont, dass die AZ in der Regel nicht über Selbsttötungen oder versuchte Selbsttötungen berichtet – es sei denn, die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Suizidgedanken sind häufig eine Folge psychischer Erkrankungen. Letztere können mit professioneller Hilfe gelindert und geheilt werden. Wer Hilfe sucht, auch als Angehöriger, findet sie bei der Telefonseelsorge: 0800–111 0 111 und 0800–111 0 222. Die Berater sind rund um die Uhr erreichbar, jeder Anruf ist kostenlos.
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