Allach: Anwohner wehren sich gegen Wohnungen für Flüchtlinge

Anwohner laufen Sturm gegen das Gewofag-Projekt "Wohnen für alle" - jetzt haben sie eine Petition eingereicht.
| Nina Job
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52 Wohneinheiten sollen für das Projekt "Wohnen für alle" an der Franz-Albert-Straße entstehen. Schon einmal wurde die Zahl verringert.
Maier Neuberger Architekten 52 Wohneinheiten sollen für das Projekt "Wohnen für alle" an der Franz-Albert-Straße entstehen. Schon einmal wurde die Zahl verringert.

Allach - Die Baupläne der Gewofag in einem Park in Allach (AZ berichtete) stoßen auf immer größere Gegenwehr. In einer Petition gegen die Landeshauptstadt wenden sich jetzt acht Anwohner an den Bayerischen Landtag.

Die geplante Bebauung mit Mehrfamilienhäusern für wohnungslose, anerkannte Flüchtlinge und Geringverdiener sei zu massiv. Ursprünglich hatte die Gewofag dort sogar 85 statt jetzt 52 Wohneinheiten vorgesehen - und bereits nachgebessert.

Die Petenten werfen der Stadt trotzdem vor, dass sie sich mit ihrer städtischen Wohnungsgesellschaft nicht an Recht und Gesetze halte.

Die Bürgerinitiative zur Erhaltung der Grünflächen Franz-Albert-Straße/Erwin-Schleich-Straße mit 2.000 Unterstützern kritisiert "massive Verstöße gegen den Bebauungsplan". So sei ein Verkehrsgutachten zu dem Schluss gekommen, dass die Zufahrts- und Erschließungsmöglichkeiten des Geländes völlig unzureichend seien.

Bürgerinitiative: Die Infrastruktur kann diese hohe Anzahl an Neubewohnern nicht aufnehmen

Die Planungen der Gewofag entsprächen auch deshalb nicht dem gültigen Bebaungsplan von 1994, weil dieser von einer Bebauung mit Reihen- und Doppelhäusern und dem Einbezug der Umgebungsstruktur spricht.

Die Pläne sähen vor, dass dort später drei Mal so viele Menschen wohnen würden, nämlich 190 Neu-Allacher, darunter 80 bis 90 Kinder.

"Weder die direkte Zuwegung, das umliegende Straßennetz, die vorhandene Infrastruktur noch die Kinderbetreuungseinheiten wie Kindergarten, Schulen und Horteinrichtungen können diese hohe Anzahl an Neubewohnern aufnehmen", so die Sprecher der Bürgerinitiative.

Das Projekt ist am Mittwoch Thema im Planungsausschuss.

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