1954: München empfängt den Weltmeister

AZ-Leser Michael Bohne erinnert sich an das Fußball-Wunder von 1954. Sein Vater hat damals fotografiert, wie die deutsche Mannschaft beim Hauptbahnhof gefeiert wurde. 
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"Auf dem Bild ist unschwer Sepp Herberger (rechts) zu erkennen, die anderen Personen, vermutlich Spieler, kenne ich leider nicht", beschreibt Michael Bohne diese Szene.
Michael Bohne "Auf dem Bild ist unschwer Sepp Herberger (rechts) zu erkennen, die anderen Personen, vermutlich Spieler, kenne ich leider nicht", beschreibt Michael Bohne diese Szene.

AZ-Leser Michael Bohne erinnert sich an das Fußball-Wunder von 1954. Sein Vater hat damals fotografiert, wie die deutsche Mannschaft beim Hauptbahnhof gefeiert wurde.

Maxvorstadt - Im Juli 1954, erinnerlich am 6.7.1954, zu der Zeit, als mein Vater in der Nähe vom Münchner Hauptbahnof wohnte, konnte er beobachten und im Bild festhalten, wie die deutsche Fußballnationalmannschaft siegreich nach Hause kam und das "Wunder von Bern" gefeiert wurde.

Aber von Anfang an: Die Endrunde der 5. Fußball-WeItmeisterschaft wurde vom 16.6. bis zum 4.7.1954 in der Schweiz ausgetragen. Das Endspiel, das mit einem 3:2-Sieg für den Außenseiter Deutschland endete, fand am 4. Juli 1954 im Berner Wankdorf-Stadion vor 60.000 Zuschauern statt. Die Spieler um Kapitän Fritz Walter und Bundestrainer Sepp Herberger gingen daraufhin als die „Helden von Bern“ in die deutsche Sportgeschichte ein.

Der Titelgewinn löste in Deutschland einen großen Freudentaumel aus. Neun Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs schien der Erfolg ein ganzes Volk aus den Entbehrungen und Depressionen der Nachkriegszeit zu reißen. Am Anfang des deutschen Wirtschaftswunders stehend wird er deshalb gelegentlich als „die eigentliche Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland“ bezeichnet.

Am Morgen des 5. Juli bricht die Mannschaft im roten Sondertriebwagen mit der Aufschrift „Fußball-Weltmeister 1954" auf und fährt über Schaffhausen, Singen und Konstanz am Bodensee entlang zunächst bis Lindau.

Schon auf dem Heimweg von Bern nach München wurden die Weltmeister gefeiert. Fast jeder Ort mit Bahnhof am Rande der Strecke bereitet der Mannschaft einen besonderen Empfang.

Die für 16 Uhr geplante Ankunft in München verschiebt sich bis in die Abendstunden, bis schließlich Münchens damaliger Bürgermeister Thomas Wimmer die deutsche Mannschaft endlich in Empfang nimmt.

Am Abend geht es zur großen Feier in den Löwenbräukeller. Die Fotos sind irgendwo zwischen dem Stiglmaierplatz und dem Hauptbahnhof aufgenommen.

Auf dem zweiten Bild ist unschwer Sepp Herberger zu erkennen, die anderen Personen, vermutlich Spieler, kenne ich leider nicht.

Witzigerweise ist auf dem ersten Bild auch noch ein Zeitungsausträger der Abendzeitung zu sehen, der mit einer Tasche mit der Aufschrift "MÜNCHEN EMPFÄNGT DEN WELTMEISTER" unterwegs ist.

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