Stadtrat beschließt: München bekommt einen "City-Manager"

Nächstes Jahr soll ein Netzwerker bei der Stadt Vermieter, Start-ups, Kreative, Gastronomen und Jugendverbände zusammenbringen – damit in die City mehr Bewegung kommt.
| Irene Kleber
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Die Münchner Innenstadt bekommt bald einen eigenen "City-Manager". (Archivbild)
Die Münchner Innenstadt bekommt bald einen eigenen "City-Manager". (Archivbild) © imago / Christian Offenberg

München - Viele Innenstadt-Läden haben pandemiebedingt dicht gemacht. Die Fußgängerzone ist oft wie leergefegt gewesen in den vergangenen Monaten – und kein Magnet mehr für Besucher. Zwar sind die Passantenzahlen wieder gestiegen, seit wieder eingekauft werden darf. Und auch die Gastro-Betriebe wieder gut besucht.

Der Stadtrat macht sich dennoch intensiv Gedanken darüber, wie langfristig die Innenstadt belebt und attraktiver gemacht werden kann.

Grün-Rot will Innenstadt wieder attraktiver machen

Am Dienstag hat der Wirtschaftsausschuss auf Antrag von Grünen und SPD/Volt einstimmig beschlossen, eine neue Stelle im Wirtschaftsreferat einzurichten: die eines "Citymanagers" oder einer "Citymanagerin".
"Wir brauchen einfach eine Person in der Verwaltung, bei der schnell alle Fäden zusammenlaufen, die gut vernetzt ist und die Leute schnell zusammenbringen kann", sagt Grünen-Stadträtin Julia Post.

Die Idee ist beispielsweise, dass der Citymanager Kontakte zu möglichst vielen Immobilienbesitzern in der City aufbaut und so mitbekommt, wo welche Flächen kurzfristig oder dauerhaft leer stehen. "Wenn dann ein junges Start-up für einen Laden oder ein Gastro-Konzept zentrale Flächen sucht, fragt es den Citymanager – und der kann dann womöglich schnell eine Fläche vermitteln, vielleicht sogar zu einer erschwinglichen Miete", erklärt Julia Post.

Citymanager für München: Ansprechpartner für Kreative

Auch Jugendverbände oder Kreativschaffende sollen sich an den Citymanager wenden können. Etwa bei der Frage, ob für einen Zeitraum mal leere Schaufenster für Kunstaktionen genützt werden können. Ebenso könnte der Citymanager helfen, Projekte zum Thema "konsumfreie Räume" auf die Beine zu stellen, indem er Initiatoren mit den zuständigen Menschen in der Verwaltung unkompliziert zusammenbringt.

Nicht nur die Innenstadt, auch die Zentren in den Stadtvierteln sollen gestärkt und weiterentwickelt werden, damit sie ihr Flair und ihren lokalen Einzelhandel nicht verlieren – trotz dem Trend, online einzukaufen. Julia Post: "Wir müssen dran arbeiten, die Vielfalt der Münchner Innenstadt und der Stadtteilzentren zu erhalten. Das ist uns auch in schwieriger Haushaltslage eine Investition wert."

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Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) soll Vorschläge zu den konkreten Aufgaben des Citymanagers ausarbeiten und eine Stellenausschreibung vorbereiten. Loslegen soll der neue Netzwerker bei der Stadt möglichst Anfang 2022.

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