"Stadtgespräch" der CSU: Ohne Unterstützung

Der Chefredakteur Michael Schilling über die CSU und ihre OB-Kandidatin.
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OB-Kandidatin Kristina Frank wirkt ein bisschen verloren.
OB-Kandidatin Kristina Frank wirkt ein bisschen verloren. © Petra Schramek/AZ

Jünger und weiblicher soll die CSU werden, predigt deren neuer Chef Markus Söder unentwegt. Wenn es ihm damit ernst wäre, müsste er die Münchner OB-Kandidatin Kristina Frank (38) nach Kräften unterstützen.

Vertrauen in Frank sieht anders aus

Macht er aber nicht. Einer (gezielten?) Indiskretion ist es zu verdanken, dass die bayerische Öffentlichkeit erfahren hat, wie wenig der Parteichef von Franks Wahlkampf in München hält. Und nach Söders (und Blumes) Auftreten bei Kristina Franks "Stadtgespräch" am Montagabend wunderten sich nicht nur Frank-Sympathisanten, warum die Partei-Bosse die Kandidatin so herablassend behandelt haben. Nicht allein mit Worten, auch mit Gesten. Hier ein kaum wahrnehmbares Stirnrunzeln, dort eine hochgezogene Augenbraue: Vertrauen in Frank sieht anders aus.

Dass die schwarze OB-Kandidatin heuer gegen den roten Amtsinhaber Dieter Reiter verlieren würde, dürfte in der Partei früh Konsens gewesen sein. Kristina Frank erschien eher als Perspektiv-Kandidatin, die jetzt schon üben darf für die Wahl 2026 (zu der Reiter nicht mehr antritt). Inzwischen aber macht es nicht mehr den Eindruck, als würde die CSU längerfristig auf sie setzen.

Lesen Sie auch: Stadtgespräch der CSU: Und Kristina Frank war auch dabei

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