Stadt testet Info-Stelen am Viktualienmarkt

Neuartige Info-Stelen sollen in Zukunft Touristen durch München leiten. Die Stadt hat zwei Test-Säulen am Viktualienmarkt aufgestellt und will nun erfragen, welches Angebot besser ankommt. Doch die Säulen haben Fehler.
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Es gibt die Infostelen in schwarz oder weiß. Die Stadt will jetzt erfragen, welche Variante besser ankommt.
zif Es gibt die Infostelen in schwarz oder weiß. Die Stadt will jetzt erfragen, welche Variante besser ankommt.

Neuartige Info-Stelen sollen in Zukunft Touristen durch München leiten. Die Stadt hat zwei Test-Säulen am Viktualienmarkt aufgestellt und will nun erfragen, welches Angebot besser ankommt. Doch die Säulen haben Fehler.

München - Natürlich richtet sich dieses Angebot vor allem an Touristen: Welchem Münchner muss man schon erklären, wo der Alte Peter ist oder wo der Fischbrunnen. Wie dieses Angebot ausschauen soll, da will die Stadt die Münchner allerdings durchaus mitbestimmen lassen – es geht ja schließlich um keine Kleinigkeit: Bis zu 20 Info-Stelen will die Stadt in der City aufstellen lassen.

Besucher sollen sich damit besser in der Innenstadt zurechtfinden. Denn was es schon seit Jahren in Hamburg, Berlin oder Freibunrg gibt, soll demnächst auch in München starten. Derzeit gibt es für dieses Orientierungssystem aber noch zwei Optionen: weiße Infosäulen und schwarze Infosäulen. Bis zum 19. April kann man sich am Viktualienmarkt nun ein Muster beider Varianten anschauen. In dieser Zeit will die Stadt Passanten befragen und danach entscheiden, in welcher Form das Infosystem umgesetzt wird – lieber schwarz oder doch lieber weiß.    

 

Fünf Minuten oder doch eher acht?

 

Doch das mit dem besser zurechtfinden könnte mit den bisherigen Stelen schwierig werden. Denn die Säulen zeigen nicht nur unterschiedliche Zeitangaben an, sondern weisen auch allerhand Fehler auf. Die weiße Stele sagt dem Besucher, dass er in fünf Minuten hinterm Rathaus am Marienplatz ist. Laut der schwarzen sind es acht Minuten.

Und dass es in München eine "Klenzstraße", "Müllertraße" oder eine "Reichsbachstraße" gibt, dürfte dem Touristen mit seinem Reiseführer auch neu sein. In Zukunft sollen die Säulen außerdem kostenfreies Wlan haben, zudem Audiofunktionen für Sehbehinderte sowie Informationstexte in einfacher Sprache. Doch die Digitalangebote funktionieren aber ebenfalls noch nicht.

Der Besucher soll also wohl tatsächlich erstmal am Besten nur über die Gestaltung - schwarz oder weiß - entscheiden und sich nicht so sehr auf die Angaben verlassen, die er auf den Stelen findet. Den Alten Peter und den Fischbrunnen muss er dann ohne Leitsystem finden.

 

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