Stadt München will Radwege entfernen - zum Nachteil der Autofahrer

Werden in München bald massig Radwege gestrichen? Das sind zumindest Überlegungen des Mobilitätsreferats. Die Gehwege werden dafür breiter, Radler sollen auf die Straße wechseln.
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Fahrradwege in Tempo-30-Zonen sollen abgebaut werden. (Symbolbild)
Fahrradwege in Tempo-30-Zonen sollen abgebaut werden. (Symbolbild) © Frank Leonhardt/dpa

München - Keine Radwege mehr, dafür deutlich mehr Platz für Fußgänger: Das soll das Münchner Mobilitätsreferat in Tempo-30-Straßen planen.

Die Radwege in den entsprechenden Straßen sollen komplett abgebaut werden. Der Grund: In vielen der Straßen würden die Fahrradwege "den Planungsstandards der 1950er bis 1980er Jahre" entsprechen, wie die "Bild" aus der aktuellen Beschlussvorlage des Referats zitiert. Konkret gehe es darum, dass die Radwege zu schmal seien, zwischen Radlern und Fußgängern könne es daher zu gefährlichen Situationen kommen.

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Radler sollen auf die Straße wechseln

Durch den Wegfall des Radwegs sollen die Gehwege breiter werden, Fußgänger bekommen also deutlich mehr Platz. Die Radler sollen dafür laut Mobilitätsreferent Georg Dunkel (parteilos) auf die Straße wechseln.

Mobilitätsreferent Georg Dunkel.
Mobilitätsreferent Georg Dunkel. © Stadt München

Diese Straßen müssten dann zu Fahrradstraßen umgewandelt werden. Wo das nicht möglich ist, müsse der Autoverkehr durch Sperren oder Einbahnstraßenregelungen verringert werden, heißt es im Bericht der "Bild". Der Rückbau der Radwege bringt also Nachteile für Autofahrer mit sich.

Am 13. Oktober tagt der Mobilitätsausschuss, das Thema "Radwegrückbau in Tempo-30-Zonen" ist direkt der erste Tagesordnungspunkt.

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