"Spiel mich": Darum stehen auf einmal bunte Klaviere auf Münchens Straßen
Mit bunten Farben bemalt, gekleckst und sogar mit Kuscheltieren beklebt stehen drei Wochen lang elf bunt gestaltete Klaviere in der ganzen Stadt verteilt.
Bunte Klaviere in der Stadt
"Spiel mich" nennt sich das Projekt, das Ulrike Bühren und Benjamin David von der Denkfabrik Urbanauten initiiert haben. Am Dienstagvormittag haben sie zur Vorstellung der Klaviere am Odeonsplatz eingeladen. Nach nur wenigen Minuten setzt sich schon ein Mann an eines der bunt gestalteten Klaviere und lässt seine Finger über die Tasten tanzen.
"Man sieht schon was passiert, wenn man so ein Klavier in den öffentlichen Raum stellt", sagt David. "Es ist erstaunlich, wie viele Menschen Klavier spielen können. Und kaum fängt einer an zu spielen, bildet sich ein kleiner Kreis an Zuhörern. Und das ist genau das, was wir auslösen wollen." Die Menschen sollen sich durch das Projekt begegnen, zur Ruhe kommen und die Musik genießen.

Das Projekt ist vom britischen Künstler Luke Jerram inspiriert. Der veranstaltet seit 2008 ein ähnliches Projekt mit dem Namen "Play me, I'm Yours". Neu ist das Projekt auch in München nicht. Schon zwischen 2014 und 2018 standen bunte Klaviere immer wieder in der Stadt, "dann ist es ein bisschen eigeschlafen", sagt David. Jetzt wollen sie es mit neuer Motivation wiederbeleben.
Ermöglicht wird das Projekt durch Unterstützung aus den Bezirksausschüssen, dem Kulturreferats, der BayernLB und des Schwabinger Tors.
Drei Wochen bunte Pianos
Gestaltet haben die Klaviere Künstlerinnen und Künstler aus München, sowie Kindergartenkinder und Schüler. Die Schüler von der Landesschule für Körperbehinderte haben etwa das Klavier "Peter und die bunte Kiste" am Odeonsplatz bemalt. Ein "Müllkraken-Piano" steht am Schwabinger Tor, das "Korallenklavier" am Pasinger Marienplatz.
Noch bis zum 5. Juli können Passanten auf den bunten Klavieren spielen oder im Vorbeikommen zuhören.
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